Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BASKETBALL: Normal im Special Team

Der TSV St. Otmar Basket bietet Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Beeinträchtigung ein regelmässiges Training an. So will der Verein die Integration fördern.
Christoph Renn
Volle Konzentration: Die Spieler des Special-Basketball-Team feilen an ihrem Wurf. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Volle Konzentration: Die Spieler des Special-Basketball-Team feilen an ihrem Wurf. (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Rennen, drehen, dribbeln und werfen: In der Kantonsschule am Burggraben trainieren Kinder und Jugendlichen jeden Dienstagabend die Kunst des Basketball-Sports. Bevor Bälle in den Korb fliegen, werden Beine und Handgelenke aufgewärmt. Die Basketballer sprinten durch die Koordinationsleiter und springen über eine Bank. Übungen, welche auch die Profis kennen. Doch handelt es sich bei diesen Spielern nicht um Leistungssportler, sondern um Jugendliche mit einer geistigen Beeinträchtigung.

Der Spass steht an erster Stelle

Hinter dem Special Team steht der TSV St. Otmar Basket. «Ich wurde von Special Olympics angefragt, ob wir ein Training für Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung auf die Beine stellen wollen», sagt Vreni Tobler, Präsidentin von TSV St. Otmar Basket. Sie leitete die Anfrage an Coach Thomas Leibacher weiter. «Ich war von Beginn an begeistert von der Idee», sagt er. Dank dem Special Team, könnten die Kinder Teil eines «normalen» Vereins werden und die Integration werde gefördert. Mit ins Boot holte er seinen Sohn Nicola Leibacher, der aktiv bei den U20-Junioren des TSV St. Otmar Basket spielt. Zusammen organisieren sie seit vergangenem Herbst jeden Dienstag ein eineinhalbstündiges Training für die Basketballspieler aus der ganzen Region. «Unterdessen hat sich eine kleine aber eingefleischte Gruppe gebildet», sagt Nicola Leibacher. Es habe jedoch noch genügend Platz für weitere Interessierte.

Nach dem Aufwärmen folgen verschiedene Übungen mit dem Ball. Und hier zeigt sich erstmals der grosse Ehrgeiz der Jugendlichen. Dem Ärger über einen verschossenen Korb lassen sie freien Lauf. Umso grösser ist jedoch die Freude, wenn der Ball durchs Netz fällt. Und das ist auch das Ziel der beiden Trainer: «Spass steht an erster Stelle», sagen sie. Trotzdem sollen die Nachwuchs-Basketballer auch Fortschritte machen. Und das machen sie: «Es ist kein Vergleich mehr zu den ersten Trainings», sagt Thomas Leibacher merkbar stolz. So hätten die Übungen mit der Koordinationsleiter die Kinder anfangs sehr stark gefordert. Unterdessen springen sie konzentriert und fast fehlerfrei nach vorne, zurück und auf die Seite.


Ehrlichkeit ist sehr wichtig

Die beiden Trainer müssen aber auch Geduld beweisen. Nicht immer befolgen die Jugendlichen die Anweisungen. Man merkt dem Vater-Sohn-Duo an, dass sie den Umgang mit Kindern mit Beeinträchtigungen gewohnt sind. «Es ist wichtig, dass man ehrlich ist», sagt Thomas Leibacher, der als Heilpädagoge bei Valida arbeitet. So freut er sich, wenn die Kinder den Korb treffen, wird aber auch etwas ernster, wenn eine Übung überhaupt nicht funktioniert. Nicola Leibacher ist in der Ausbildung zur Fachperson Betreuung. Am Schluss des Trainings steht ein Match an. Dribbling, Pass, Wurf und Korb: Der Jubel über die ersten Punkte ist schon wie bei den Profis. Am Schluss wird fair abgeklatscht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.