Basel wankt, fällt aber nicht

Staads NLA-Fussballerinnen warten auch nach der sechsten Runde auf den ersten Saisonsieg. Gegen Basel verlieren die Ostschweizerinnen nach zwei Gegentoren in den ersten 20 Minuten 1:2.

Merken
Drucken
Teilen
Basels Samira Susuri (hinten) im Zweikampf mit Carole Schmid. (Bild: Michel Canonica)

Basels Samira Susuri (hinten) im Zweikampf mit Carole Schmid. (Bild: Michel Canonica)

FUSSBALL. Die Verhältnisse auf dem Bützel waren nahe der Irregularität. Der Platz war unter Wasser gesetzt. Der Ball sprang kaum auf. Beide Teams gaben trotzdem ihr Bestes. Die Staaderinnen erwischten den besseren Start. Schon nach 50 Sekunden zog Rafaela Bisquolm alleine auf die Schweizer Nationaltorhüterin Jennifer Oehrli zu. Doch der Abschluss der Staaderin aus zehn Metern war zu harmlos.

Starke Phase nach dem 0:2

Nach 13 Minuten wurde den Gästen ein Eckball zugesprochen. Goalie Daniela Hutter wehrte vorerst ab, doch der Ball landete in den Füssen von Kostoula Frangouli, die zum 1:0 für Basel traf. In der 19. Minute erhöhte Samira Susuri für die Gäste freistehend per Kopf und erneut nach einer Standardsituation auf 2:0.

Vier Minuten später hatte Frangouli die Vorentscheidung auf dem Fuss, doch Staads Torhüterin blieb Siegerin. Die Einheimischen liessen den Kopf nicht hängen und hatten jetzt eine starke Phase. Nach einem Eckball von Staad in der 43. Minute schien der Anschlusstreffer zu fallen. Nach einem Durcheinander im Sechzehnmeterraum brachten die Gäste den Ball nicht weg. Trotz einiger Anläufe gelang es Staad nicht, den Ball im Tor unterzubringen. In der zweiten Halbzeit zeigten sich die Staaderinnen spielerisch verbessert, hatten nun mehr Ballbesitz als der Gegner. Die Gäste waren es aber, die für die ersten nennenswerten Aktionen verantwortlich waren. Nach einem Freistoss rettete Karin Raymann auf der Linie. Nach einer Stunde und einem Konter setzte die eingewechselte Nationalspielerin Danique Stein den Ball aus 18 Metern an die Latte.

Schwere Beine

Noch immer glaubten die Staaderinnen an einen Exploit, obwohl die Beine immer schwerer wurden. So starteten sie eine starke Schlussoffensive. Die eingewechselte 16jährige Stefanie Renn war dabei in ihrem ersten NLA-Spiel für einigen Schwung verantwortlich. Der Anschlusstreffer für Staad fiel allerdings zu spät. Die Basler Verteidigung brachte den Ball nicht weg, Bisquolm profitierte. Die Einheimischen riskierten nun alles. Die Baslerinnen versuchten zu kontern. Sie hatten aber nicht mehr die Kraft, um die Gegenstösse genau zu spielen. Renn scheiterte in der letzten Minute mit einem Abschluss aus 20 Metern. Die Baslerinnen wankten, brachten den Sieg aber nach Hause. (asc)