«Bammel vor der ersten Sitzung»

Der ehemalige Parlamentarier und neue Stadtrat Stefan Lenherr (CVP) blickt auf seine ersten Wochen als Mitglied der Gossauer Exekutive zurück

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Stefan Lenherr Stadtrat (CVP) (Bild: Quelle)

Stefan Lenherr Stadtrat (CVP) (Bild: Quelle)

Herr Lenherr, wie haben Sie geschlafen nach Ihrer ersten Parlamentssitzung als Stadtrat?

Stefan Lenherr: Ich habe sehr gut geschlafen, besser als nach manch einer Sitzung als Parlamentarier.

Die erste Zusammenkunft mit dem Stadtrat liegt bereits einige Zeit zurück. Wie sind Ihre Eindrücke?

Lenherr: Sehr positiv, obwohl ich vor dieser Sitzung schon etwas Bammel hatte.

Weshalb?

Lenherr: Weil ich mir zum einen nicht sicher war, ob ich so lange ruhig sitzen kann. Die Stadtratssitzungen dauern ja jeweils mehr als vier Stunden. Zum anderen hatte ich keine Ahnung, wie schnell Entscheidungen getroffen werden. Ich bin eher einer, der gerne schnell entscheidet.

Werden die nächsten Sitzungen nun zur Qual?

Lenherr: Auf keinen Fall. Ich war erstaunt, wie schnell die Zeit verging. Es war kurzweilig und wurde effizient gearbeitet. Auch dank der guten Führung durch den Stadtpräsidenten und der optimalen Vorbereitung meiner Kollegen.

Ist das Stadtratsamt so, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Lenherr: Ja, da habe ich mir keine falschen Vorstellungen gemacht. Es gefällt mir, trotz der vielen Arbeit.

Wie sieht diese momentan aus?

Lenherr: Ich lese mich in die Dossiers ein. Es gilt, rund 30 Themen zu bearbeiten und sie so zu sortieren, dass kein Geschäft versandet.

Wie gut lassen sich Beruf und Politik unter einen Hut bringen?

Lenherr: Als selbständiger Bauleiter bin ich beruflich flexibel. Das 60-Prozent-Pensum im Rat lässt sich damit gut vereinbaren.

Was hat sich für Sie verändert seit der Wahl in den Stadtrat?

Lenherr: Ich werde mehr angesprochen. Die Leute kommen mit ihrem Anliegen direkt zu mir, was ich schätze. Mit einer offenen Kommunikation lässt sich vieles frühzeitig aus der Welt schaffen.

Interview: Marion Loher