Bald nur noch Blaue Zone

Die Stadt St. Gallen dehnt die Erweiterte Blaue Zone aus. Ab nächstem Jahr gilt diese Zone auch samstags. Diese Massnahme dient zum Schutz der Anwohner vor den Pendlern.

Elisabeth Reisp
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Bis Ende 2016 soll es in der Stadt nur noch Blaue Zonen oder bewirtschaftete weisse Parkfelder geben. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bis Ende 2016 soll es in der Stadt nur noch Blaue Zonen oder bewirtschaftete weisse Parkfelder geben. (Bild: Hanspeter Schiess)

Weisse, unbewirtschaftete Parkplätze gibt es in der Stadt immer weniger. Nicht selten sind die wenigen übriggebliebenen weissen Parkplätze in den Wohnquartieren tagsüber besetzt von Pendlern, die von dort den Bus ins Stadtzentrum nehmen. Für Anwohner ist das ein Ärgernis. Um diese zu schützen, wird nun gemäss Stadtpolizei die Erweiterte Blaue Zone (EBZ) etappenweise ausgedehnt.

Samstag nicht mehr gratis

Überall wo ein Pendlerdruck herrsche, sollen die Gratisparkfelder verschwinden. «Der Pendlerdruck befindet sich immer an der Grenze der EBZ und mit jeder Verschiebung wandert dieser mit», sagt Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen. Deshalb werde es in absehbarer Zeit keine unbewirtschafteten Parkfelder in der Stadt mehr geben.

Die Blaue Zone erfährt zudem eine zeitliche Ausdehnung: sie gilt ab 1. Januar 2015 auch samstags. Im nächsten Jahr darf in dieser Zone am Samstag also nur mit gültiger Parkkarte, Parkscheibe oder mit Bewilligung via Parkingcard parkiert werden, heisst es in der Mitteilung der Stadtpolizei. Die Ausdehnung auf die Samstage stützt sich auf einen Stadtratsbeschluss vom Juni 2013. Nutzer mit Tagesbewilligungen müssen diese nun auch am sechsten Wochentag lösen. Für die Anwohner indes ändert sich nichts.

Gleicher Preis

«Die Anwohner-Monatskarte bleibt gleich teuer», sagt Kohler. Und sie gelte automatisch auch an Samstagen. Alte Parkkarten können nächstes Jahr weiterverwendet werden.

Solange Vorrat besteht, werden die Monatsbewilligungen ausgehändigt. Danach können sie aber nur noch via Parkingcard-System bezogen werden. Für jene, die bereits dieses System nutzen, heisst das, sie lösen die Monatsbewilligung künftig online. Jene, die nicht bei Parkingcard angemeldet sind, können am Schalter der Stadtpolizei an der Vadianstrasse 57 eine Monatsbewilligung lösen. «Dies geschieht dann auch über das Parkingcard-System. Aber gerade für ältere Anwohner wollen wir diesen Service bieten und das übernehmen», sagt Kohler.

In zwei Etappen

Die Stadt beginnt mit der Umsignalisation bereits diesen Monat. «Solange noch kein Schnee liegt», sagt Kohler. Gemäss Mitteilung kommen neue Sektoren hinzu, bestehende Sektoren werden teilweise angepasst. «Die Regelung gilt aber erst ab 1. Januar», betont Kohler. Bis dahin gelte trotz neuer Signalisation die derzeitige Regelung.

In einer ersten Etappe werden die Sektoren 5 (Tschudiwies, Zentrum), 16 (Riethüsli und Oberhofstetten), 17 (Ruhsitz, Haggen, Wolfganghof, Hinterberg) und 18 (Moos, Bruggen, Engelwies) angepasst, respektive neu eingeführt. In einer zweiten Etappe sollen im zweiten Quartal 2015 die Sektoren 4 (Kronberg), 6 (Lachen, St. Leonhard), 7 (Sömmerli, Schoren) und 15 (St. Georgen) folgen. Bis Ende 2016 soll gemäss Mitteilung die flächendeckende Ausdehnung der EBZ abgeschlossen sein. Die Anwohner werden gemäss Kohler über die Änderungen schriftlich informiert.

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