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Bald mehr leere Ladenfläche in der Innenstadt?

Mieterwechsel Leerstehende Ladenflächen sind in der Innenstadt ein bekannter Anblick. Geschäfte schliessen oder ziehen an einen neuen Standort. Altehrwürdige Gebäude bleiben verlassen zurück. Jüngstes Beispiel ist das 1889 als Hotel St. Gallerhof gebaute Haus Unterer Graben 1, das wegen den Zwiebeldächern der Türmchen den Spitznamen «Kreml» erhielt. Bis i m November vergangenen Jahres verkaufte Nespresso im Erdgeschoss Kaffeekapseln. Seit dem Umzug aus der Boutique am Unteren Graben in die neue Filiale an der St. Leonhard-Strasse bleiben die Türen geschlossen. Ein ähnliches Schicksal droht dem massiven Steingebäude an der Multergasse 1–3. Denn die Buchhandlung Rösslitor plant noch in diesem Jahr einen Umzug.

So wird der Bärenplatz Mitte 2018 mit der Buchhandlung Rösslitor ein Geschäft verlieren. Der Innenstadt wird das Fachgeschäft jedoch erhalten bleiben. Die Filiale der Orell Füssli Thalia AG plant einen Umzug rund 100 Meter die Marktgasse hinunter, ins ehemalige Musik-Hug-Gebäude an der Ecke Markt-/Spitalgasse. Wann die Buchhandlung am neuen Standort eröffnet, steht noch nicht genau fest. «Aktuell sind wir in der Planungsphase. Die Umbauarbeiten für das sechsgeschossige Gebäude beginnen voraussichtlich im Mai», sagt Alfredo Schilirò, Medienverantwortlicher der Orell Füssli Thalia AG.

Die Angestellten behalten ihren Arbeitsplatz

Auf das Sortiment wird der Umzug des Rösslitors keinen Einfluss haben. Die Aufteilung der Verkaufsfläche ermöglicht laut Schilirò künftig eine klarere Abgrenzung der verschiedenen Themenbereiche, für die Kundinnen und Kunden werde es übersichtlicher. Die gut 30 Angestellten, die sich rund 20 Vollzeitstellen teilen, würden alle ihren Arbeitsplatz behalten. Für das Rösslitor ist es der zweite Standortwechsel innerhalb von rund zehn Jahren. Die heutige Filiale war im Februar 2009 eröffnet worden, nachdem Manor in den Neubau an der Webersbleiche umgezogen war. Bis dahin war die Buchhandlung im Gebäude an der Ecke Weber- und Schmiedgasse untergebracht, wo sich heute der Herren-Globus befindet.

Alfredo Schilirò verheimlicht nicht, dass der Umzug eine Reaktion auf die unterschiedlichen Schwierigkeiten der Buchhandlung in der Vergangenheit in der Stadt St. Gallen ist. «Natürlich spielten auch wirtschaftliche Überlegungen beim Umzug eine Rolle.» Die Fläche werde etwa ein Drittel kleiner sein als die rund 1600 Quadratmeter, die das Rösslitor heute auf drei Etagen am Bärenplatz belegt.

Der «Kreml» steht auf unbestimmte Zeit leer

Die Pläne für die Buchhandlung Rösslitor stehen also. Doch, was geschieht mit den zwei betroffenen Gebäuden, die seit vielen Jahren das Stadtbild prägen? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Fest steht, dass sowohl der «Kreml» am Unteren Graben 1 als auch die Liegenschaft am Bärenplatz Swisslife gehören.

Doch die Versicherung gibt keinerlei Auskunft über potenzielle Nachmieter für die beiden markanten Gebäude in der St. Galler Innenstadt. «Wir führen bei beiden Liegenschaften Gespräche mit Interessenten», sagt Tatjana Stamm, Mediensprecherin von Swisslife. Es sei jedoch noch nichts spruchreif. Wann der «Kreml» nach dem Auszug von Nespresso im November wieder belebt wird, bleibt also offen. Bis das Rösslitor vom Bärenplatz an die Ecke Markt-/Spitalgasse zieht, bleibt noch etwas Zeit. Jedoch ist auch bei dieser Liegenschaft nicht klar, ob gleich im Anschluss an den Auszug des Rösslitors wieder Leben einkehren wird, oder die Ladenflächen ebenfalls über mehrere Monate leer stehen werden. (ren)

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