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BAHNHOF: Standplatz-Ärger: Taxiunternehmen bleiben gelassen, Leser zeigen wenig Verständnis

In St.Gallen beschwert sich die Taxikommission über die neue Anordnung der Standplätze am Bahnhof. Verschiedene Taxiunternehmen sind zwar auch nicht glücklich über die Situation, bleiben aber gelassen. Auf Facebook zeigen "Tagblatt"-Leser wenig Verständnis für die Kritik.
David Gadze
Die Taxistandplätze auf der Westseite des Bahnhofplatzes sind etwa 120 Meter von der Ankunftshalle entfernt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Taxistandplätze auf der Westseite des Bahnhofplatzes sind etwa 120 Meter von der Ankunftshalle entfernt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die St. Galler Taxifahrer sind unzufrieden mit der Situation auf dem neugestalteten Bahnhofplatz. Sie beklagen, die Standplätze seien zu weit weg von der Rathausunterführung und den dortigen grossen Personenströmen.

Gemäss Stadtplan beträgt die Distanz von der Ankunftshalle bis zu den Standplätzen auf der Ostseite des Rathauses rund 100 Meter, bis zu jenen auf der Westseite des Bahnhofplatzes etwa 120 Meter. Die Taxikommission, ein Zusammenschluss mehrerer Taxifahrer, verlangt nun, dass die Taxis wie vor dem Umbau des Bahnhofplatzes direkt unter der Ankunftshalle stehen dürfen.

Entwicklung abwarten und dann reagieren

Von Seiten der Taxiunternehmen sind während der öffentlichen Auflage des Projekts im Sommer 2014 keine Einsprachen eingelegt. Die Folgen müssten nun die Fahrer ausbaden, sagt Werner Fürer von der Taxikommission. Doch wenn die Situation so unbefriedigend ist, warum haben die Taxihalter auf Einsprachen verzichtet? «Wir wollten sehen, wie sich das neue Regime auf dem Bahnhofplatz einspielt», sagt Daniel Holenstein, Geschäftsführer von Herold Taxi. Die jetzige Situation sei zwar «unbefriedigend». Man müsse aber abwarten, bis sämtliche Umbauarbeiten am Hauptbahnhof und am Bahnhofplatz abgeschlossen seien. Dann könne man gegebenenfalls weitere Anpassungen anregen.

Ähnlich tönt es bei Taxi Sprenger, dem zweiten grossen St. Galler Taxiunternehmen. Die Situation auf dem Bahnhofplatz sei «nicht optimal», sagt Geschäftsführer Hans Peter Feiss. Auf eine Einsprache habe man jedoch bewusst verzichtet: «Dadurch hätten wir das ganze Projekt verzögert, aber vermutlich keine Verbesserungen erzielt.» Mit dem jetzigen Zustand könne man sich trotz der Mängel arrangieren. «Man muss immer auch Kompromisse eingehen.»

Auch Besnik Ziba von Ziba Taxi würde sich wünschen, dass jene Taxis, die auf der Ostseite des Rathauses stehen, noch etwas weiter vorne auf Fahrgäste warten könnten. Dadurch würden sie besser sichtbar und die Wege für die Kunden kürzer.

"Egal von welcher Seite man kommt, überall stehen Taxis"

Die Forderungen der Taxikommission stossen auf Facebook auf wenig Verständnis von "Tagblatt"-Lesern. "Zwei Jahre lang sind alle Bahn-Benutzer über die Taxis vor der westlichen Unterführung gestolpert", gibt etwa Klaus Stahlberger zu bedenken und spricht damit die Umbauphase mit gesperrter Rathaus-Unterführung an. Die Passagiere würden also noch genau wissen, wo die Taxis zu finden seien. "Eher lästig als nicht sichtbar" findet Maurus Stucki die Taxis am Bahnhof: "Egal von welcher Seite man kommt, überall stehen diese Taxis." Für Marcel Ammann ist die neue Anordnung eine Frage der Gewöhnung, der man auch mit einer besseren Signalisation auf die Sprünge helfen könnte. Und Mario De Maio findet die Situation vergleichbar mit anderen Städten. Einzig Margaretha Hunziker sieht in der neuen Anordnung einen Nachteil: "Die Taxis müssen der Kundschaft ins Auge stechen, sonst nimmt sie den Bus." (jw)

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