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Bahnachse wird gemeinsam ausgebaut

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann trifft sich mit der Regierung des Kantons St. Gallen zu einem Arbeitsgespräch. Die künftige Bahninfrastruktur im Bodenseeraum und der Staatsvertrag zum Flughafen Zürich waren die Hauptthemen.
Regierungspräsident Martin Gehrer (Zweiter von rechts) besucht mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) die Stiftsbibliothek. (Bild: pd)

Regierungspräsident Martin Gehrer (Zweiter von rechts) besucht mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) die Stiftsbibliothek. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Die Gespräche mit der baden-württembergischen Delegation hätten in guter und offener Atmosphäre stattgefunden, sagte Regierungspräsident Martin Gehrer. Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde von Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württembergs, begleitet. Kretschmann betonte, es sei beim Arbeitsgespräch auch darum gegangen, sich kennen zu lernen und Vertrauen zu schaffen; das sei wichtig bei hochkomplexen bilateralen Abkommen.

Eines der Hauptthemen war die künftige Bahninfrastruktur im Bodenseeraum. Hermann sagte, sein Bundesland investiere gegenwärtig in den Ausbau der Bahnlinie Stuttgart–Ulm und in die Elektrifizierung der Südbahn zwischen Ulm und Lindau. Davon profitiert auch St. Gallen stark.

Hochtechnologie-Regionen

Hermanns St. Galler Pendant, Regierungsrat Benedikt Würth, sagte, diese beiden Ausbauten und die Einführung der S-Bahn St. Gallen machten es möglich, dass Stuttgart von St. Gallen aus ab 2019 in weniger als zweieinhalb Stunden erreichbar sei. Dadurch würden zwei starke Hochtechnologie-Regionen viel besser miteinander verbunden. Heute wird für eine Bahnreise von St. Gallen via Kreuzlingen und Singen nach Stuttgart gut dreieinhalb Stunden benötigt. Ab 2019 soll die Reise via Bregenz, Lindau, Friedrichshafen und Ulm eine Stunde weniger lang dauern. Laut Würth wird auch die Bahnstrecke Konstanz–St. Gallen ausgebaut und die Reisezeit stark verkürzt.

Die beiden Regierungen unterhielten sich ebenfalls über den Staatsvertrag zum Flughafen Zürich. Gehrer hielt anerkennend fest, dass Baden-Württemberg Hand zu einer aussichtsreichen Lösung geboten habe. Der Kanton St. Gallen sei voraussichtlich stark betroffen. Aufgrund der grossen wirtschaftlichen Bedeutung sei St. Gallen aber bereit, Mehrbelastungen zu tragen, sofern in der Schweiz eine ausgeglichene Lösung gefunden werden könne.

Vereinbarung verlängern

Ein weiteres Thema war die Bodensee-Hochschule. Sowohl Baden-Württemberg als auch St. Gallen wollen die bestehende Leistungsvereinbarung verlängern. Wichtig für die Zukunft sei die Qualität der Bodensee-Hochschule; darin waren sich Gehrer und Kretschmann einig.

Nach dem Treffen besuchte Kretschmann das Stiftsarchiv und die Stiftsbibliothek. (sda/red.)

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