Bahn frei für Jazz und Blues

ST.GALLEN. New Orleans meets St.Gallen: Morgen Dienstag spielen in der Innenstadt zum 28. Mal Jazzbands unter freiem Himmel. Fast hätte das Festival ungewohnte Konkurrenz bekommen.

Roger Berhalter
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Gut besucht: Das St. Galler New-Orleans-Festival lockt jeweils rund 25 000 Besucher an. Im vergangenen Jahr (Bild) waren es sogar 27 000. (Bild: Ralph Ribi)

Gut besucht: Das St. Galler New-Orleans-Festival lockt jeweils rund 25 000 Besucher an. Im vergangenen Jahr (Bild) waren es sogar 27 000. (Bild: Ralph Ribi)

Die Stadt ist in Festlaune. Kaum ist das Kinderfest vorbei, wird morgen Dienstag schon wieder gross gefeiert. In der Innenstadt findet das Festival New Orleans meets St. Gallen statt. Blues- und Jazzbands marschieren durch die Gassen oder spielen auf den fünf Bühnen im Stadtzentrum (siehe Kasten). Das Festival findet schon zum 28. Mal statt und hat sich etabliert. Auch diesmal erwartet OK-Präsident Bruno Bischof wieder bis zu 25 000 Besucherinnen und Besucher. Der Eintritt ist wie üblich frei.

Die Foo Fighters sagen ab

Bis vorgestern sah es so aus, als würde das Jazzfestival ungewohnte Konkurrenz bekommen. Am selben Abend hätten in der AFG Arena die Foo Fighters spielen sollen, vor ebenfalls rund 25 000 Rockfans. Dazu kommt es aber nicht, denn am Samstagabend sagte der Veranstalter Good News das Grosskonzert ab. Es sei schwer abzuschätzen, welche Auswirkungen die amerikanischen Rocker auf die Besucherzahl des New-Orleans-Festivals haben würden, hatte Bruno Bischof am Freitag noch gesagt. Er betrachtete das einmalige Rockkonzert aber nicht als Konkurrenz für das alljährlich stattfindende Jazzfestival.

Die Foo Fighters sind eine der grössten Rockbands der Stunde. Am 28. New-Orleans-Festival hingegen gibt es keinen Headliner. «Wir setzen bewusst keinen musikalischen Schwerpunkt. Die Idee ist, dass die Leute zwischen den Bühnen zirkulieren», sagt Bruno Bischof.

Das Jazzfestival startet traditionell mit einer Strassenparade: Ab 17.30 Uhr marschieren Musiker durch die Gassen der Altstadt. Um 18 Uhr beginnt das Bühnenprogramm im Zelt der Acrevis Bank, wo es den ganzen Abend lang Jazz und Harlem Swing des International Hot Jazz Quartet zu hören gibt. Die Bühne an der Gallusstrasse ist fest in der Hand der australischen Syncopators Jazz & Blues Band. Auf den anderen drei Bühnen wechseln sich jeweils zwei Formationen ab. Es singt zum Beispiel Lillian Boutté aus New Orleans, die seit Anfang der 1980er-Jahre fast nonstop auf Tour ist. Oder Black Cat Bone, ein Quintett, das für gitarrenlastigen Bluesrock bekannt ist.

Gottesdienst zum Schluss

Den Abschluss des Musikfestivals bildet der New Orleans Church Service. Ein musikalischer Gottesdienst in der Kirche St. Laurenzen, an dem Malcolm Green singt, begleitet von Flügel, Keyboard und Perkussion.