«Bachfeld» jetzt videoüberwacht

GOLDACH. Mitte April wurden am Bachfeld-Schulhaus und am Rathaus mehrere Scheiben eingeworfen, der angerichtete Schaden betrug gegen 30 000 Franken. Als Schutzmassnahme wurden nun beim Schulhaus Überwachungskameras angebracht.

Rudolf Hirtl
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Die Kameras beim Bachfeldschulhaus in Goldach sind bewusst auffällig und gut sichtbar positioniert. (Bild: Bildmontage: Rudolf Hirtl)

Die Kameras beim Bachfeldschulhaus in Goldach sind bewusst auffällig und gut sichtbar positioniert. (Bild: Bildmontage: Rudolf Hirtl)

Goldach. Auch die Behörden in Goldach müssen die traurige Entwicklung zur Kenntnis nehmen, dass Vandalismus in der Region Rorschach mittlerweile leider zur Tagesordnung gehört. Höhepunkt in Goldach waren die ersten beiden Wochenenden im April, als Unbekannte mehrere Scheiben am Bachfeld-Schulhaus und Oberlichter an der dazugehörenden Turnhalle mit Steinen bewarfen und dabei einen Schaden von gegen 30 000 Franken verursachten. Als Zielobjekt musste auch das Rathaus herhalten, ein durchs Fenster geworfener Stein landete mitten im Sitzungszimmer. Die Täter konnten nicht ermittelt werden; es gingen keine brauchbaren Hinweise ein.

Mit Infrarot ausgerüstet

Um das unsägliche Treiben in den Griff zu bekommen, hat der Gemeinderat beschlossen, beim Bachfeld-Schulhaus zwei Videokameras anzubringen. «Es ist im Gemeinderat niemand scharf auf diese Lösung, aber aufgrund der hohen Sachschäden kommen wir an dieser Massnahme nicht mehr vorbei», so Gemeinderatsschreiber Richard Falk nach den damaligen Vorfällen. Wir der aktuellen Ausgabe des «Wellenbrechers» zu entnehmen ist, sind die beiden Kameras nun installiert. Laut Richard Falk lassen sie sich flexibel ausrichten und können damit beide Zugänge und auch die Umgebung des Schulhauses abdecken. «Die Aufnahmen werden von der Gemeinde selbst verwaltet. Der Zugriff auf die Aufzeichnungen erfolgt aber nur dann, wenn besondere Vorkommnisse dies erfordern», sagt Falk auf Anfrage. Um auch das nächtliche Treiben im Auge behalten zu können, sind die Kameras mit Infrarot ausgerüstet.

Hauptziel bleibt Prävention

Der Gemeinderat ist sich laut Gemeinderatsschreiber bewusst, dass mit Videoüberwachung Probleme nicht gelöst, sondern in der Regel nur verschoben werden. Er sehe deshalb auch nicht vor, alle öffentlichen Gebäude und Plätze zu überwachen. Da eingesetzte Kameras nebst einem Stromanschluss keine weiteren Installationen erfordern, seien sie aber mobil und könnten leicht auch andernorts eingesetzt werden, sollten sich neue Problemschwerpunkte bilden.

Hauptziel bleibt laut Falk das Vermeiden von Schäden. Der Gemeinderat setze aber auch in Zukunft primär auf Prävention. Hannes Jussel, der die Stelle des neuen mobilen Jugendarbeiters Anfang April aufnahm, suche Jugendliche an ihren inoffiziellen Treffpunkten auf, um klärende Gespräche führen zu können.