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Autoverkehr soll nicht wieder ungebremst wachsen

11 Uhr an der Bushaltestelle Poststrasse. Die Sonne scheint, Medienleute hantieren eifrig mit Foto- und Filmkameras. Im Zentrum des Interesses stehen Vertreterinnen und Vertreter des Komitees, das ein Nein zur Mobilitäts-Initiative propagiert. Für sie ist dieses Volksbegehren schlicht und einfach eine «Stau-Initiative», die das Rad der Zeit zurückdrehen will. Wo die Befürworter der Initiative eine Stunde zuvor eine gescheiterte Verkehrspolitik von Stadtrat und Parlament kritisierten, sind die Gegner optimistisch, was sich bezüglich Lebens- und Standortqualität mit dem geltenden Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung erreichen lässt.

Seit 2010 und der Annahme der Städte-Initiative sei der innerstädtische Autoverkehr um ein Prozent gewachsen, während jener auf der Stadtautobahn um neun Prozent zugenommen habe. Das zeige, dass man der wachsenden Blechlawine und dem Verkehrschaos mit gezielten Massnahmen doch zu Leibe rücken könne. Wenn die Stadt nicht im Autoverkehr untergehen wolle, brauche es Massnahmen, um den öffentlichen Verkehr attraktiv zu machen oder um Anreize zu schaffen, kurze Strecken zu Fuss oder mit dem Velo statt dem Auto zurückzulegen.

Nur mit einem Nein am 4. März zur Mobilitäts-Initiative könne man eine Verkehrsflut verhindern, sagten gestern Montag Doris Königer (VCS), Daniel Kehl (SP), Thomas Brunner (Grünliberale) und Margot Benz (Grüne). Davon, dass 2010 die Städte-Ini­tiative und damit das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung von 59 Prozent der Stimmenden angenommen worden sei, habe St. Gallen als Wohn- und Gewerbestadt profitiert. Die Mobilitäts-Initiative sei demgegenüber eine Mogelpackung: Mit ihr werde das Gesamtverkehrsaufkommen, und natürlich vor allem der Autoverkehr, wieder ungebremst wachsen. Und das wolle man nicht mehr, hielt Daniel Kehl fest.

Zum einen müssten in der Stadt viele Funktionen auf engem Raum Platz haben. Zum anderen generiere und ziehe die Stadt viel Mobilität an. Der Platz, um sie abzuwickeln, sei knapp. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sei deshalb nur beschränkt möglich und erst noch teuer, erläuterte Thomas Brunner das Dilemma der städtischen Verkehrspolitik. Damit der lebenswichtige Verkehr – etwa Zulieferer und der ÖV – rollen könne, müssten Prioritäten gesetzt werden. Es brauche Massnahmen, um Massenverkehrsmittel sowie den Fuss- und Veloverkehr zu fördern.

www.verkehrsflut-nein.ch

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