Auto-Show und Ökologie

«Auto spiegelt auch Persönlichkeit», 22.3.2010 In einem Interview vom 21. März anlässlich des St. Galler «Autofrühlings» sprach Andreas Herrmann, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St.

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«Auto spiegelt auch Persönlichkeit», 22.3.2010

In einem Interview vom 21. März anlässlich des St. Galler «Autofrühlings» sprach Andreas Herrmann, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, über das Verhältnis der Gesellschaft zum Auto und den Wettbewerb um mehr Ökologie. Und warum sich seiner Ansicht nach das Konzept des Car-Sharings nicht durchsetzen wird.

Tatsache ist: Die Schweiz betreibt gemäss einer Studie des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) im Vergleich zu 15 EU-Ländern die Autoflotte mit dem zweithöchsten CO2-Ausstoss. Am zweithöchsten ist auch der Energieverbrauch bei der bestehenden Autoflotte und bei der Beschaffung neuer Fahrzeuge: über 8,8 beziehungsweise über 7,8 Liter auf 100 km. In beiden Kategorien läuft uns einzig Schweden den schlechtesten Rang ab. Es gibt also viel ökologischen Wettbewerbsspielraum beim «Autofrühling».

Mit Car-Sharing lässt sich durchaus Persönlichkeit ausdrücken und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Denn im Gegensatz zum Privatauto braucht man sich nicht auf ein Modell festzulegen, sondern wählt je nach Bedarf aus einer ganzen Flotte aus: vom Smart über das Cabrio bis hin zum Transporter. Mehr Ökologie ist von Anfang an fest in die Car-Sharing-Fahrzeuge eingebaut: Der CO2-Ausstoss liegt mit über 30 Gramm pro Kilometer unter jenem des Schweizer Durchschnitts von rund 180 Gramm.

Ganz abgesehen vom Kostenvorteil, den ein Car-Sharer geniesst und sich dabei auch ein GA der SBB leisten kann. Das beste Auto der Welt hat darum das ganze Jahr Frühling – und wird immer noch besser. Ganz ohne Auto-Show.

Thomas Schwager Stadtparlamentarier Grüne Cunzstrasse 19, 9016 St. Gallen

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