Auto aus der Mülenenschlucht gefischt

Nach einem Unfall stürzte vorgestern abend in St. Georgen ein Auto über eine Brücke in die Mülenenschlucht. Der Fahrer hatte Glück im Unglück und ist wohlauf. Die Unfallstelle sei nie ein neuralgischer Punkt gewesen, sagt Polizeisprecher Benjamin Lütolf.

Olivia Hug
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Das Unfallauto krachte in das Brückengeländer an der Gottfried-Keller-Strasse, riss dieses mit und landete schliesslich auf dem Dach im Bachbett. (Bild: stapo)

Das Unfallauto krachte in das Brückengeländer an der Gottfried-Keller-Strasse, riss dieses mit und landete schliesslich auf dem Dach im Bachbett. (Bild: stapo)

Der Unfall war wohl spektakulär, ist aber zum Glück der Beteiligten glimpflich verlaufen. Vorgestern abend stürzte ein Auto nach einer Kollision mit einem anderen von der Gottfried-Keller-Strasse in St. Georgen fünf Meter tief ins Bachbett der Steinach. Beim Unfall durchbrach das Auto das Brückengeländer und blieb daraufhin auf dem Dach liegen. Es erlitt Totalschaden. Der 56jährige Lenker verletzte sich leicht und konnte selber aus dem Auto steigen. Er wurde ins Spital gebracht, das er laut Stapo-Mediensprecher Benjamin Lütolf gestern nachmittag verlassen konnte.

Zum Unfall kam es, nachdem der Fahrer mit dem Auto einer auf der St. Georgen-Strasse bergwärts Richtung Mühleggweier fahrenden 65-Jährigen zusammenstiess. Gemäss Mitteilung der Stadtpolizei hatte diese das von links kommende Auto übersehen. Frontal krachte sie in die rechte Seite des anderen Autos.

Unübersichtliche Verzweigung

Die unübersichtliche Verzweigung Gottfried-Keller-Strasse/St. Georgen-Strasse sei kein Unfallschwerpunkt, sagt Benjamin Lütolf. «Gerade weil die Übersicht schlecht ist, passiert nichts. Wer einlenken will, muss anhalten.». Seines Wissens habe sich in den letzten 30 Jahren kein solcher Unfall an dieser Stelle ereignet.

Beim Unfall wurde das Brückengeländer mitsamt Sockeln aus dem Boden gerissen. Das Strasseninspektorat hat eine provisorische Abschrankung aufgestellt. «Als Nächstes werden Spezialisten die Lage beurteilen und entsprechende Instandstellungsmassnahmen einleiten», sagt Beat Rietmann, Leiter des Tiefbauamtes, auf Anfrage. Dies könne je nach Schaden zu einem einfachen Geländerersatz oder allenfalls zu einem grösseren Sanierungsprojekt führen.

Unkomplizierte Bergung

Die Bergung des Autos aus dem Bachbett sei unproblematisch verlaufen, sagt der Polizeisprecher. Gegen 21 Uhr hatte sich der Unfall ereignet, etwa um 22 Uhr war das Auto geborgen. Der Verkehr wurde währenddessen einspurig geführt. Weil das Fahrzeug unmittelbar neben der Brücke zum Liegen kam, reichte ein Bergungsfahrzeug mit Hebekran aus. Ebenfalls vor Ort war die städtische Berufsfeuerwehr, welche die Unfallstelle ausleuchtete.

Glimpflich verlief der Unfall auch für die Umwelt: Es lief kein Öl aus. «Noch heikler wäre es gewesen, wenn Diesel in den Bach ausgelaufen wäre», sagt Benjamin Lütolf. So wurde das Gewässer nicht verschmutzt.

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