Austoben auf der Spielwiese

Das Kinderfest hat es wieder einmal bestätigt: Kinder haben jede Menge Energie. Sie hielten gestern die Erwachsenen ganz schön auf Trab. Scheinbar unbeeindruckt von den hohen Temperaturen sorgten sie für regen Betrieb auch auf der Spielwiese.

Hasan Can Tutal
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Das Kinderfest hat es wieder einmal bestätigt: Kinder haben jede Menge Energie. Sie hielten gestern die Erwachsenen ganz schön auf Trab. Scheinbar unbeeindruckt von den hohen Temperaturen sorgten sie für regen Betrieb auch auf der Spielwiese.

Mega-Kugelbahn für alle

Dort waren nebst dem beliebten BMX-Parcours und der Torwand für Zielgenaue auch eine hochkomplexe Kugelbahn aufgebaut. Bei dieser konnten Kinder, Jugendliche und Junggebliebene mit Hebeln faustgrosse Kugeln unten auffangen, mit einer Kette nach oben hieven und ihnen dann wieder beim Herabrollen zuschauen. Verletzungsrisiko: klein.

Anders beim BMX-Parcours. Jeder noch so kleine Angstanfall vor einem Hindernis wurde prompt mit einem Sturz «belohnt». Abgesehen von der dadurch angekratzten Ehre bei den Buben gab es zum Glück auch hier höchstens ein paar Abschürfungen und keine ernsthaften Verletzungen.

Unkontrolliert, aber wuchtig

Vor allem Buben, angesichts der laufenden Frauen-WM in Kanada aber auch immer mehr Mädchen, interessieren sich für Fussball. Deswegen wurde auf der Kinderfest-Spielwiese wohl auch wieder eine Torwand aufgebaut. Was die Kinder vor dem Elfmeter überlegten, bleibt ihr Geheimnis. Unkontrolliert, dafür umso wuchtiger wurden die meisten Bälle getreten. Das eine oder andere Bier von erwachsenen Schlachtenbummlern fiel Querschlägern oder Fehlschüssen zum Opfer: Es landete aus einem vom Ball getroffenen Becher auf dem Boden oder einem Hemd. Einmal lehnte sich ein Schütze ein wenig zu stark zurück – schon flog der Ball über's Tor ins Gesicht eines Passanten. Verletzungsrisiko: gross. Nicht für Schützinnen und Schützen, aber für's ahnungslose Publikum.

Ab nach Hause

Die Spielwiese begeisterte. Eltern, die nach Hause aufbrechen wollten, hatten alle Hände voll zu tun, ihre Sprösslinge von den unzähligen Spielmöglichkeiten zu holen. Wenn man hoffnungsvoll in der Schlange vor dem Trampolin steht, noch eine Runde Sackhüpfen will oder nicht zum Minigolfen gekommen ist und von den Eltern hört, «Schatz, mir gönd im Fall! Tschüss!», kann man als Vierjähriger nur noch rebellieren. Was dann teilweise in der berühmten Kinderfest-Ansage endete, dass der kleine XY seine Eltern suche. Wobei das Wiedersehen auch wieder Freudentränen auslöste. Und eines ist sicher: Die kleinen Besucherinnen und Besucher der Kinderfest-Spielwiese haben letzte Nacht alle gut geschlafen.