Ausstellung über 50 Jahre St.Galler Kellerbühne

ST.GALLEN. In St.Gallen startet am Samstag im Historischen und -Völkerkundemuseum eine Ausstellung zum 50-jährigen Bestehen der Kellerbühne. Zu sehen gibt es Filmausschnitte, Fotos oder Karikaturen aus Gästebüchern. An Hörstationen können Highlights aus alten Programmen wieder gehört werden.

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Das Programm "Oben ohne" des Cabaret Sälewie war auf der Kellerbühne in St.Gallen zu sehen. (Bild: Benjamin Manser/Archiv)

Das Programm "Oben ohne" des Cabaret Sälewie war auf der Kellerbühne in St.Gallen zu sehen. (Bild: Benjamin Manser/Archiv)

Die Kellerbühne war ab 1965 die erste Adresse der St.Galler Alternativkultur: Es gab Politkabarett oder experimentelles Theater. Auf der Bühne im Kellergewölbe − erreichbar nur über eine enge Treppe − standen Liedermacher oder Jazzer. Bekannte Namen kamen zu frühen Auftritten: Franz Hohler, Hans Dieter Hüsch, Franz Josef Bogner oder Georg Kreisler.

Die Kellerbühne spielt auch für die St.Galler Kulturszene eine wichtige Rolle. Pic, Joachim Rittmeyer oder Manuel Stahlberger traten oder treten dort auf. An die Anfänge und die Weiterentwicklung nach der Pionierzeit erinnert nun eine Ausstellung im Historischen und -Völkerkundemuseum, die am Samstag beginnt. Sie wird ergänzt durch ein Rahmenprogramm mit vier «Nostalgie-Gesprächen» mit Kulturschaffenden.

Zur Geschichte der Kellerbühne ist zudem 2014 ein Buch erschienen, das Grundlage für die Ausstellung war. «Applaus & Zugaben» wurde vom aktuellen Leiter der Kellerbühne, Matthias Peter, verfasst. (sda)