AUSSTELLUNG: Auf der Jagd nach dem guten Bild

Für ein gutes Bild erklimmt OT-Fotograf Christof Sonderegger schon mal einen Vulkan oder kämpft mit den Naturelementen. Erstmals zeigt er nun seine spektakulärsten Aufnahmen in einer Ausstellung.

Rudolf Hirtl
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Magischer Moment, eingefangen in der Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien. (Bild: Christof Sonderegger. CH-9425 Th)

Magischer Moment, eingefangen in der Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien. (Bild: Christof Sonderegger. CH-9425 Th)

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Der Thaler Christof Sonderegger ist einer der profiliertesten Fotografen der Schweiz. Kaum ein Reisekatalog, Reiseführer oder Kalender, in dem nicht ein Bild von ihm abgedruckt wäre. Die Liebe zur Natur und sportliche Herausforderungen prägen die Bilder des Ostschweizers, der sich seit über 30 Jahren mit Tourismus- und Freizeitfotografie befasst.

Auch die «Tagblatt»-Redaktion Rorschach greift gerne auf das Können des 64-Jährigen zurück. Es ist jedes Mal aufs Neue beeindruckend, wie er die Natur in der Region am See mit seiner Kamera einfängt und dabei auch Nuancen entdeckt, die dem blossen Auge oft verborgen bleiben.

Immer mit einer Kamera in der Hand: Fotograf Christof Sonderegger. (Bild: PD)

Immer mit einer Kamera in der Hand: Fotograf Christof Sonderegger. (Bild: PD)

Dem Höllenfeuer ins Gesicht geschaut

Auf der Jagd nach einem guten Bild erklimmt der mehrfach ausgezeichnete Fotograf schon mal einen Vulkan, taucht ab in tiefschwarze Höhlen, stapft durch meterhohen Schnee oder erklimmt das Hochgebirge. «Da hilft das Fitnessprogramm aus dem Turnverein und Fussballklub», sagt er mit einem Schmunzeln. Nicht nur in der Schweiz ist Sonderegger tätig, die Liste seiner Fotoreisen und -expeditionen ist beeindruckend. Neben zahlreichen Ländern in Europa hat er seinen Fotorucksack auch schon für Reisen nach Spitzbergen, Russland, China, Äthiopien, Namibia, Ägypten, Marokko, Indien, Sri Lanka, Indonesien, USA West, Hawaii, Peru, Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Chile, Argentinien und Grönland gepackt.

Und welches ist das beste, schönste Bild, das er je gemacht hat? «Das kann ich nicht sagen. Es sind derart viele. Beinahe jedes ist aber mit einer besonderen Erinnerung verbunden», sagt Sonderegger. Wie jenes (oben), auf dessen Realisierung er am Rande eines Salzsees stundenlang warten musste. «Der See war weiss in weiss und bot kein Motiv. Als die Sonne unterging, war er für eine Minute in oranges Licht getaucht und wurde sichtbar. Ein magischer Moment, bei dem es mir noch heute kalt den Rücken runterläuft.» Zu sehen bei der Ausstellung im Hotel Heiden ist auch ein Bild des Lava speienden Stromboli. Ehe das Bild im Kasten war, kraxelte der Thaler 14 Tage lang jede Nacht auf den vor Sizilien liegenden Vulkan. Eine Fotoexpedition am Limit war auch der Besuch des Schildvulkans Erta Ale in der äthiopischen Danakil-Wüste.

Hinweis

Ausstellung «Erde, Feuer, Wasser, Luft» von Christof Sonderegger, vom 5. Mai bis 30. Oktober im Hotel Heiden.

Stillleben in den Vermilion Cliffs im US-Bundesstaat Arizona.

Stillleben in den Vermilion Cliffs im US-Bundesstaat Arizona.

Eisberg im östlichen Grönland. (Bild: Christof Sonderegger CH-9425 Thal)

Eisberg im östlichen Grönland. (Bild: Christof Sonderegger CH-9425 Thal)