Aussenseiterin und Kandidatin für Medaille

THAL. Die 23jährige Mountainbikerin Jolanda Neff aus Thal erlebt am 7. August ihre Olympia-Feuertaufe in ihrer Zweitdisziplin. Allein die Tatsache, dass Neff zum Strassenrennen antritt, zeigt, dass sie sich in dieser Disziplin etwas erhofft.

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Jolanda Neff Mountainbikerin, Thal (Bild: ky)

Jolanda Neff Mountainbikerin, Thal (Bild: ky)

THAL. Die 23jährige Mountainbikerin Jolanda Neff aus Thal erlebt am 7. August ihre Olympia-Feuertaufe in ihrer Zweitdisziplin. Allein die Tatsache, dass Neff zum Strassenrennen antritt, zeigt, dass sie sich in dieser Disziplin etwas erhofft. Medaillenkandidatin bleibt sie im Mountainbike, auf dem Rennrad gilt die Thalerin als gefährliche Aussenseiterin – nicht erst seit dem Gesamtsieg der Polen-Rundfahrt vergangene Woche. Sportlich noch wertvoller war der dritte Rang am Trofeo Alfredo Binda, einem zur World Tour zählenden Frühjahrs-Klassiker. Dort stand am Start, wer im Frauen-Radsport Rang und Namen hat – dieser Podestplatz ist ein Hinweis darauf, dass Neff auch im Strassenrennen mit Medaillenchancen antritt. Daneben hat sie 2016 drei weitere World-Tour-Rennen bestritten, einmal in den Top 10, zweimal in den Top 15. Als auf Platz 35 der Weltrangliste klassierte Fahrerin hat sie sich problemlos über ihre persönliche UCI-Klassierung qualifiziert. Einen Nachteil hat sie als Einzelkämpferin aber: Sie hat keine Teamkollegin, welche eine Fluchtgruppe «überwachen» kann. Und natürlich kann sie nicht selbst auf jeden Ausreissversuch reagieren. Die Ausgangslage vor dem olympischen Strassenrennen ist knifflig, die Wahl der Taktik aber unkompliziert: Neff muss sich ans Hinterrad der stärksten Fahrerin hängen. (ys/lim)

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