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Ausgleich war überfällig

Die Rorschacher Stimmberechtigten setzen ein Zeichen. Mit 822 Stimmen wählen sie Ariane Thür Wenger (SP) in den Stadtrat. Dass wieder eine Frau im stadträtlichen Männerzirkel sitzt, war längst überfällig. Nicht der Quote wegen oder weil Frauen grundsätzlich anders politisieren als Männer.
Linda Müntener

Die Rorschacher Stimmberechtigten setzen ein Zeichen. Mit 822 Stimmen wählen sie Ariane Thür Wenger (SP) in den Stadtrat. Dass wieder eine Frau im stadträtlichen Männerzirkel sitzt, war längst überfällig. Nicht der Quote wegen oder weil Frauen grundsätzlich anders politisieren als Männer. Sondern weil sie andere, wichtige Erfahrungen mitbringen. Ariane Thür Wenger wird die Interessen der Familien und Frauen im Rat vertreten. Kommt hinzu, dass die SP Rorschach Stadt am See mit der Wahl von Ariane Thür Wenger einen zweiten Sitz gewinnt. Angesichts ihres Wähleranteils in der Hafenstadt steht der Partei ein solcher zu. Eine weitere soziale Stimme steht dem bürgerlich geprägten Stadtrat wohl gut an. Dass es der FDP indes nicht gelungen ist, ihren Sitz zu verteidigen, ist ein herber Rückschlag für die Partei. Mit ihrem oft zitierten Wahlslogan «Miteinander statt Gegeneinander» haben die Bürgerlichen die Rorschacher nicht überzeugt. Auch deshalb, weil ihr «Miteinander» nicht für die SP galt.

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