Ausgehöhlte Bäume entfernt

GOSSAU. Der Meier'sche Platz bei der Andreaskirche ist seit gestern um drei Rosskastanien ärmer. Forstarbeiter haben die kranken Bäume gefällt. In welcher Form sie ersetzt werden sollen, darüber brüten Experten.

Sebastian Schneider
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Sie kamen, sägten und transportierten umgehend das Holz und Grüngut ab. Forstarbeiter des Katholischen Konfessionsteils haben gestern morgen zügig die kranken Rosskastanien auf dem Meier'schen Platz entfernt. «An solchen Orten arbeiten wir immer schnell», sagt der Mann mit Helm, Schnittschutzhose und Kettensäge. Man wolle nicht zu viel und zu lange Aufmerksamkeit erregen, heisst es.

Gefahr ist gebannt

Vor Ort ist auch Ruedi Manser, Präsident des Katholischen Kirchenverwaltungsrats. Auch er ist froh, wenn die Bäume so rasch als möglich weg sind. Schliesslich bereite es niemandem Freude, wenn bis zu 100 Jahre alte Bäume gefällt werden. Gleichwohl hatte Manser in den vergangenen Monaten ein mulmiges Gefühl. Drei von neun Kastanien seien schwer krank gewesen. «Im schlimmsten Fall wäre ein grosser Ast abgebrochen und im Bereich der Bushaltestelle gelandet. Wenn dort eine Familie auf den Bus gewartet hätte…»

Wasser und Pilz in den Ästen

Der Querschnitt der grossen abgesägten Äste bestätigt die Befürchtungen Mansers und die Untersuchungen der Experten. Die Äste sind ausgehöhlt und zu einem Rohr verkommen. Weil die Rosskastanien immer wieder geschnitten werden mussten, drang Feuchtigkeit in die Bäume. «Danach frass sich der Pilz durchs Holz», erklärt ein Forstarbeiter.

Platz bekommt neues Gesicht

Ursprünglich zeigten zwölf Rosskastanien auf dem Meier'schen Platz neben der Andreaskirche ihre Pracht, nun sind es noch sechs. Und zwei weitere müssen gemäss Gutachten in circa fünf Jahren ebenfalls gefällt werden. Vorerst sind für Manser aber genug Bäume verschwunden. Weiss er schon, wie es mit dem Platz weitergehen soll? «Noch nicht», sagt er. Zuerst habe man die Lücken mit jungen Bäumen schliessen wollen. «Doch so hätte der Platz nicht schön ausgesehen.» Nun sind Landschaftsarchitekten daran, einen Vorschlag für eine neue Platzgestaltung auszutüfteln. Die Studie soll laut Manser schon bald fertig sein. Spätestens dann sind die Kirchverwaltung als Eigentümerin und die Stadtverwaltung als Unterhalterin wieder ein gutes Stück schlauer.

Der Querschnitt der Äste zeigt, wie krank die Rosskastanien bereits waren. Die Arbeiten auf dem Meier'schen Platz kamen gut voran. (Bilder: Sebastian Schneider)

Der Querschnitt der Äste zeigt, wie krank die Rosskastanien bereits waren. Die Arbeiten auf dem Meier'schen Platz kamen gut voran. (Bilder: Sebastian Schneider)

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