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AUSGEDIENT: Des Christbaums letzte Reise

Bis zu 19 Tonnen wiegen die Bäume, die nach dem Weihnachtsfest in der Region Rorschach eingesammelt, gehäkselt und verbrannt werden. Die Abholtermine sind zwischen dem 8. und 11. Januar.
Janina Gehrig

Janina Gehrig

janina.gehrig@tagblatt.ch

Noch stehen die meisten geschmückt in den Stuben, dicht behangen mit Kugeln, Kerzen, Lametta oder Lichterketten. Doch die Tage der Tannenbäumchen sind gezählt. Immer nach Dreikönigstag, dieses Jahr am Montag, 8. Januar, fahren die Kehrichtfahrzeuge von Zürcher Transport vor. Bäumchen um Bäumchen verschwindet dann im Schlund der Transporter.

«Unsere Angestellten sind in den Gemeinden Rorschach, Rorschacherberg, Goldach, Untereggen sowie Tübach am selben Tag unterwegs», sagt Geschäftsinhaber Martin Zürcher. Die ausgedienten Tannenbäume werden zur Deponie nach Steinach gefahren. Dort werden sie gehäckselt und vergärt. «Sind die Tannennadeln ausgesiebt, verbrennen wir das Holz und speisen die Wärme ins Fernwärmenetz ein. Die Nadeln werden kompostiert und zu Topfpflanzenerde verarbeitet», sagt Deponiebetreiber Karl Hutter.

Um allenfalls verbliebenen Baumschmuck auszusortieren, lassen Hutters Mitarbeiter das Grüngut über ein Magnetband fahren oder mit einem sogenannten Windsichter aussortieren.

Delikatesse für Tiere

Nicht alle Christbäume enden auf der Deponie. Andere werden vor dem Häcksler verschont und landen als Delikatesse in Tiermägen. «Vereinzelte Bäumchen werden an Esel oder Pferde verfüttert», sagt Karl Hutter. Der grösste Teil – im vergangenen Jahr rund 18 Tonnen Baummaterial – wird aber in Steinach entsorgt. Der Trend, dass Tannenbäume nur gemietet werden und nach Weihnachten in Töpfen weiterleben, hat sich in der Region wohl noch wenig etabliert, zumal die Abfallmenge auch in den zwei vorangehenden Jahren mit 19 und 16 Tonnen ähnlich hoch ausgefallen ist.

Wer den Abholtermin in seiner Gemeinde verpasst und den Baum nicht persönlich zur Deponie fährt, dem wird der Christbaum noch lange erhalten bleiben. Erst im März starten Zürcher Transport nämlich wieder mit der regulären Grüngutabfuhr.

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