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AUSFLUG: Galgen, Gleise und gute Äpfel

Seit seiner Eröffnung vor fünf Jahren zieht der Galgentobelweg zahlreiche Wandergruppen an, die von St. Fiden Richtung Bodensee unterwegs sind. Von Spaziergängern profitieren auch Hofläden in der Region.
Nina Rudnicki
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Nina Rudnicki

redaktiongo

@tagblatt.ch

Der Galgentobelweg führt durch eine der idyllischsten Ecken zwischen der Stadt St. Gallen und Mörschwil. Jahrelang war er lediglich ein Trampelpfad. 2012 wurde er auf das Gallusjubiläum hin zu einem Wanderweg ausgebaut und bis ins Heiligkreuz-Quartier verlängert. Seither hat er sich vom Geheimtipp zum beliebten Ausflugsweg gewandelt. Jogger, Wanderer, Spaziergänger, Familien, Velofahrer und Hündeler sind auf ihm anzutreffen. Auch gemäss Andreas Studach, der im Weiler Reggenschwil in Mörschwil eine Besenbeiz mit Selbstbedienungslädeli betreibt, zieht der Galgentobelweg zunehmend mehr Ausflügler an. Es handle sich dabei aber nicht nur um St. Galler, sondern zu einem grossen Teil um Auswärtige. «Seit der Galgentobelweg im Internet zu finden ist, melden sich Wandergruppen aus der ganzen Schweiz, Deutschland und Österreich bei mir an», sagt er. Der Galgentobelweg sei wegen seines sanften Verlaufes vor allem bei Wandervereinen mit älteren Mitgliedern beliebt. In seiner Besenbeiz verkauft Studach unter anderem Obst, Konfi, Apfelsaft, Bier, Würste und Gebäck. Auch eine Kaffeemaschine steht bereit. Mit den Wandergruppen hat er eine Abmachung: Wer bei ihm mindestens einen Kaffee konsumiert, darf sein mitgebrachtes Picknick essen. «Nicht selten bleiben Wanderer länger sitzen, vor allem die Männer. Sie trinken gerne noch ein Bier, während die Frauen lieber schon aufbrechen würden», sagt er. Die meisten auswärtigen Wandergruppen seien im Frühling während der Bluescht unterwegs und würden in St. Gallen bei der Lukasmühle loslaufen. Kurz nach dem Startpunkt beginnt die Stadt auszufransen und geht ins Ländliche über. Nur einige Graffiti und Schrebergärten sowie das Rauschen der Autobahn erinnern an die Stadtnähe. Der Weg führt hin­unter ins Steinachtobel, wo die Steinach ihren unterirdischen Kanal verlässt und durch den golden-feuerroten Herbstwald fliesst. Am linken Rand der Schlucht sind die Hochhäuser von Kronbühl zu erkennen. Dann führt der Weg entlang der Bahngleise, bevor diese im Tunnel Richtung See verschwinden.

Wo früher Köpfe rollten

So romantisch das Galgentobel heute erscheint, so düster ist dessen Vergangenheit. Seinen Namen hat das Tal von der ehemaligen Hinrichtungsstätte. An der Stelle der heutigen evangelischen Kirche Heiligkreuz befand sich einst der äbtische Hochgerichtsgalgen, an dem zum Tode Verurteilte gehängt wurden. Bis heute führt keine Strasse durch das Tobel, sondern lediglich der jahrhundertealte Wanderweg. Auch der Stadtheilige Gallus soll einst auf dieser Strecke ins heutige Stadtgebiet gefunden haben.

Von den Wanderern der Neuzeit profitiert auch Familie Egger, die nur ein paar hundert Meter unterhalb des Weilers Reggenschwil einen Hofladen betreibt. Das Sortiment besteht vor allem aus Äpfeln. Der Laden ist nur saisonal geöffnet. «Ein grosser Teil unserer Kunden sind St. Galler, die den Spaziergang mit einem Apfeleinkauf verbinden», sagt Veronica Egger. «Und gerade jetzt bei dieser Herbststimmung zieht es die meisten Wanderer und Spaziergänger zu uns hinunter.»

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