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AUSBAU: Neuer Glanz für «Kronen-Lounge»

Die Stadt will das Clublokal des SC Brühl erweitern. Für über 400000 Franken soll die «Kronen-Lounge» auf Vordermann gebracht werden. Geplanter Baustart ist bereits Ende Mai.
Luca Ghiselli
Soll aufgefrischt werden: Die «Kronen-Lounge» im Paul-Grüninger-Stadion des SC Brühl. (Bild: Ralph Ribi)

Soll aufgefrischt werden: Die «Kronen-Lounge» im Paul-Grüninger-Stadion des SC Brühl. (Bild: Ralph Ribi)

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Das Clublokal des SC Brühl ist ein beliebter Treffpunkt. Nicht nur während der Spiele im Paul-Grüninger-Stadion, auch sonst kehren hier Quartierbewohner gerne ein. Zudem finden auch Hauptversammlungen und private Feste in der «Kronen-Lounge» statt. Kurz: Das Lokal hat Restaurantcharakter.

Das Problem dabei: Die In-frastruktur ist nicht darauf ausgelegt. Zwar wurde das Garderobengebäude, in dem auch die «Kronen-Lounge» untergebracht ist, erst vor 13 Jahren umfassend saniert und erweitert. Für einen Restaurantbetrieb ist das Clublokal aber nicht dafür gemacht. Das soll sich nun ändern.

Die Lüftung reicht nicht aus

Der Stadtrat beantragt dem Parlament, einem Kredit in der Höhe von 411000 Franken zuzustimmen. Damit soll das Clublokal so erweitert werden, dass es der aktuellen Nutzung entspricht und auch den aktuellen Bestimmungen zur Lebensmittelhygiene Folge leisten kann. So soll der Gastraum zu Gunsten der Küche, der Kühlzelle und des Lagerraums um eine Fensterachse nach hinten verschoben werden. Bisher waren die WCs mangels Alternativen zum Teil als Lagerraum genutzt worden – auch das soll sich mit dem Umbau ändern. Zudem muss die Lüftungsanlage der Küche erweitert werden. Deren Leistung reiche nämlich nicht aus, um eine Warmküche zu betreiben, schreibt der Stadtrat. Die Kücheneinrichtung soll so auf Vordermann gebracht werden, dass sie dem Standard einer Warmspeisen-Gastroküche entspricht. «Die Küche würde auch allfälligen Folgebetreibern die Möglichkeit bieten, ein Restaurant professionell zu führen», heisst es in der Vorlage weiter.

Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner sagt auf Anfrage, das Ziel der Erweiterungspläne sei, den heutigen Betrieb zu konsolidieren. «Die Nutzung des Clublokals hat sich anders etabliert, als bei der Sanierung 2005 vorgesehen war.» Und das bedeute, dass die Infrastruktur nicht mehr der heutigen Nutzung entspreche. Es handle sich bei den geplanten Massnahmen zwar um kleinere Eingriffe. Doch seien sie nötig, damit künftig auch die Auflagen des Lebensmittelinspektorats eingehalten werden können. «Derzeit gibt es keine Kühlzelle in der Küche und auch keinen Lagerraum. Das muss sich ändern.» Die einzige Alternative wäre, auf eine warme Küche zu verzichten und nur Snacks und kalte Speisen anzubieten. «Das Lokal der alten Nutzung zurückzuführen, scheint aber wenig sinnvoll, da das Bedürfnis nach einem Restaurantbetrieb ausgewiesen ist», sagt Rechsteiner.

Auch im Aussenbereich sollen kleinere Anpassungen vorgenommen werden. Das Projekt sieht vor, den 2010 erstellten Terrassenbau mit fest installierten Sonnenschirmen auszustatten. «So erhält die Terrasse einen Sonnenschutz, der dem Erscheinungsbild der Anlage gerecht wird», schreibt der Stadtrat.

Ein «Lupf», der sich langfristig lohnt

Die geplante Investition der Stadt soll teilweise über die Miete amortisiert werden. Bis anhin wurde für die Clublokalnutzung im Vertrag zwischen der Stadt und dem SC Brühl kein gesonderter Betrag ausgewiesen. Das ändert sich nun: Neu bezahlt der Fussballklub für das Restaurant 24000 Franken Miete pro Jahr, exklusiv Nebenkosten. Zum Vergleich: Die Platzmiete für Training und Meisterschaftsbetrieb beträgt 28000 Franken pro Jahr. Christoph Zoller, Präsident des SC Brühl, sagt, der Betrag sei «ein Lupf» – gerade für einen Stadtklub, der ohnehin auf die Finanzen schauen müsse. Langfristig lohne sich die Investition aber. «Es ist wichtig, dass Geräte und Räume den heutigen Anforderungen genügen.»

Der Zeitplan ist straff: Erteilt das Parlament den Kredit, sollen bereits im ersten Quartal 2018 die Bauaufträge vergeben werden. Die Bauarbeiten sollen dann kurz nach dem letzten Saison-Heimspiel der ersten Mannschaft Ende Mai starten. Die Bauzeit beträgt gemäss Vorlage rund zehn Wochen – und dauert somit bis Mitte August, sodass der neue Mietvertrag ab 15. August wirksam wird. Geht der Plan auf, bleiben dann noch einige Tage zum Einrichten, bevor im Paul-Grüninger-Stadion wieder gekickt und in der erweiterten «Kronen-Lounge» wieder getrunken, gegessen und gefachsimpelt werden kann.

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