Aus Parkplätzen wird Flaniermeile

Jahrzehntelang waren sie unübersehbar: Die meistens besetzten Parkplätze an der Poststrasse. Jetzt verschwinden sie zugunsten einer grosszügigen Allee mit mehr Raum für Fussgänger.

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An der Poststrasse werden zurzeit Gas- und Wasserleitungen verlegt. (Bild: Fredi Kurth)

An der Poststrasse werden zurzeit Gas- und Wasserleitungen verlegt. (Bild: Fredi Kurth)

Für 1,5 Millionen Franken wird zurzeit die Poststrasse saniert. Sie hat sich wegen eines instabilen Untergrunds allmählich abgesenkt. Facharbeiter verlegen nun neue Gas- und Wasserleitungen und bauen die Trafostation beim Grabenpärkli um. Schritt um Schritt verschwinden damit die Parkplätze an der Nordseite der Poststrasse, ehe Anfang Juli, auf Ferienbeginn, mit dem Strassenbau begonnen wird. Gegen Ende November soll die Sanierung beendet sein.

Die Parkfelder werden nicht ersatzlos abgebaut. «Sie sind einst beim Bau der Tiefgarage Manor einberechnet worden», sagt Notker Schmid, Bereichsleiter Verkehr beim Tiefbauamt. Der gewonnene Platz kommt den Fussgängern und den Ladenbesitzern zugute: Auf beiden Seiten der Strasse entstehen gemäss Konzept sechs bis acht Meter breite «Geh- und Flanierbereiche» mit einer Baumreihe, und zwar zwischen Schützengasse und Waisenhausstrasse. Beim Grabenpärkli neben der Bushaltestelle sollen zwei weitere Fahrbahnen, eine davon als zusätzliche Busspur, entstehen. Den Umbau überstehen wird dort die Wetterstation, die leicht versetzt wird.

Weil die Parkplätze wegfallen, wird der Privatverkehr abnehmen. Hingegen sollen inskünftig alle ostwärts fahrenden Postautos auf dieser Achse kursieren. Aber erst, wenn die Bahnhofplatz-Neugestaltung realisiert ist. Das dürfte noch etwas dauern. (th)