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Aus Eigeninteresse gegen das Alterszentrum

«Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.» (Schiller, «Wilhelm Tell») Nun ist eingetroffen, was zu erwarten war. Weil er an der denkwürdigen Bürgerversammlung der katholischen Kirchgemeinde mit seinen Scheinargumenten durchrasselte, hat sich der Nachbar des Andreas-Zentrums geschworen, das geplante Alterszentrum mit allen Mitteln zu verhindern. Wenn er nun den «Gossauer Nachrichten» kürzlich erklärte, er habe Einsprache gegen den Gestaltungsplan gemacht, weil noch zu viele Fragen offen seien, ist das nur eine Schutzbehauptung. Tatsächlich geht es ihm doch nur darum, weiterhin die ungehinderte Sicht auf den Säntis geniessen zu können und nicht durch Umtriebe eines Alterszentrums gestört zu werden. Dazu scheinen ihm alle Mittel recht zu sein, notfalls nimmt er auch einen langjährigen Rechtsstreit in Kauf, wohl wissend, dass das Zentrum schliesslich doch gebaut wird.

Dass es Aufgabe der Allgemeinheit ist, auch weniger gut bemittelten Mitbürgern und Mitbürgerinnen eine bezahlbare Betreuung im Alter zu sichern, scheint ihn überhaupt nicht zu interessieren. Die ältere Generation und ihre Angehörigen können sich die Pflege in den teuren privaten Unternehmungen nicht leisten und sind deshalb auf ein öffentliches Alterszentrum angewiesen. Es ist nur zu hoffen, dass sich die zuständigen Behörden gegen diese egoistische Haltung eines Einzelnen zu wehren wissen.

Otto Anderegg Schwanenstrasse 15a, 9200 Gossau

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