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«Aus bürgerlicher Sicht ist das Resultat tragisch»

Fraktionen Karin Winter-Dubs, Fraktionspräsidentin der SVP, gibt sich nach Bekanntgabe der Wahlresultate verhalten optimistisch: «Wir konnten unsere Sitze halten, das ist ein gutes Zeichen.» Die SVP habe es in der Stadt schwerer, sich durchzusetzen, als auf dem Land.

Fraktionen Karin Winter-Dubs, Fraktionspräsidentin der SVP, gibt sich nach Bekanntgabe der Wahlresultate verhalten optimistisch: «Wir konnten unsere Sitze halten, das ist ein gutes Zeichen.» Die SVP habe es in der Stadt schwerer, sich durchzusetzen, als auf dem Land. Eigentlich wollte die SVP drei Sitze hinzugewinnen; dieses Ziel hat die Partei nicht erreicht. «Ich freue mich trotzdem über das Resultat», sagt Winter-Dubs. Nicht zuletzt auch ihr persönliches Spitzenresultat ist für sie ein Grund zur Freude: Winter-Dubs wurde mit 4802 Stimmen wiedergewählt und holte damit mehr Stimmen als ihre Parteikollegen.

Proporz-Pech für die Jungen

Kein Freudentag ist dies für Daniel Stauffacher, Fraktionspräsident der CVP. Zwar wurde er mit 4148 Stimmen wiedergewählt, doch für seine Partei hatte er sich mehr erhofft. Die CVP hatte ihre zwölf Sitze halten wollen, hat nun aber drei verloren. Wobei Stauffacher sagt: «Wir haben nur zwei Sitze verloren.» Den dritten habe die CVP noch von der BDP geerbt. Dennoch: «Aus bürgerlicher Sicht ist das Resultat tragisch.» In Zukunft werde es für die Bürgerlichen schwieriger werden, sich durchzusetzen.

«Das Resultat ist einfach überwältigend. Es ist der Beweis, dass sich unsere Politik auszahlt», freut sich hingegen Daniel Kehl, Fraktionspräsident der SP/Juso/PFG, über den Sitzzuwachs. Die Wählerinnen und Wähler hätten erkannt, dass die SP die Menschen ins Zentrum stelle. Der Verlust des Juso-Sitzes sei zwar bedauerlich, aber eigentlich eine interne Verschiebung, sagt Kehl. «Bei den vergangenen Wahlen fiel er mit Proporzglück an die Jungen, nun wieder zurück an die SP.»

Engagement der Jungen Grünen belohnt

Die Bilanz von Clemens Müller, Fraktionspräsident der Grünen/Jungen Grünen/GLP, fällt gemischt aus. Über das Nullsummenspiel der Grünen ist er enttäuscht, freut sich aber über den Sitzzuwachs bei den Grünliberalen und vor allem auch bei den Jungen Grünen. «Die Jungen Grünen haben in den letzten Monaten ein enormes Engagement an den Tag gelegt, das nun belohnt wurde.» Dass sich die Grünliberalen nun mit ihrer neuen Fraktionsstärke möglicherweise im Parlament «selbständig» machen, ist für Clemens Müller kein Problem.

«Eigentlich hatten wir drei zusätzliche Sitze im Visier, mit zwei sind wir aber mehr als zufrieden», sagt FDP-Fraktionspräsident Roger Dornier. Damit habe die Partei die Verluste von den letzten Wahlen vor vier Jahren mit einer breiten Liste engagierter Leute und überzeugender Politik wettgemacht. Der Aufwärtstrend der FDP bei den National- und Kantonsratswahlen habe bestimmt auch seine Wirkung gezeigt. Ob die Sitzgewinne der FDP einen Zusammenhang mit dem Nullsummenspiel der SVP und den Verlusten der CVP hätten, werde eine vertiefte Analyse zeigen. «Momentan ist für uns einfach klar, dass wir einen guten Wahlkampf geführt haben.» (cis/rbe)

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