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Auktionsbüro schliesst

Nach vier Jahren schliesst Jungunternehmer Cornel Gahler sein Auktionsbüro. Ein Gesetz erschwere den Gebrauchtwarenhandel. Er hat aber eine neue Idee.
Rafael Rohner
Cornel Gahler handelt auch mit Video- und Gesellschaftsspielen. (Bild: Rafael Rohner)

Cornel Gahler handelt auch mit Video- und Gesellschaftsspielen. (Bild: Rafael Rohner)

gossau. Ein eigenes Geschäft zu haben, bedeute nicht unbedingt mehr Freiheit und Freizeit, sagt der 25jährige Jungunternehmer Cornel Gahler. 60 bis 80 Stunden arbeitet der gelernte Polymechaniker jede Woche für das Gebrüder Gahler Auktionsbüro. Nebenbei macht er zudem eine Ausbildung zum technischen Kaufmann.

15 Prozent weniger Gewinn

Er lagerte und versteigerte vier Jahre lang erfolgreich verschiedenste Güter, von Modelleisenbahnen über Grills bis hin zu Videospielen über das Internet.

Nun will er den Betrieb langsam herunterfahren und das Geschäft an der Sonnenstrasse 8 Ende Oktober schliessen. Ausschlaggebend für die Geschäftsaufgabe sei nicht nur der hohe Arbeitsaufwand, auch die Mehrwertsteuer, die seit diesem Jahr ab einem Jahresumsatz von 100 000 Franken statt ab einem Betrag von 250 000 Franken entrichtet werden müsse, habe ihm zu schaffen gemacht.

Occasionshändler wie er müssten die Mehrwertsteuer selber bezahlen, da bei Gebrauchtwaren kein offizieller Einkaufspreis angegeben werden könne. Zudem müsse er für die Abrechnung der Mehrwertsteuer einen Treuhänder beauftragen. Die Gewinneinbusse betrage daher gesamthaft etwa 15 Prozent. Gahler hätte die Preise um diesen Prozentsatz erhöhen müssen. «Dadurch wären die Produkte zu teuer geworden.»

Lokomotive ab 14 000 Franken

Aber Cornel Gahler hat bereits eine Idee für eine neue Firma: die Gahler Games & Trade. Er will sich auf das zweite Standbein seines Geschäfts, den Handel mit Videospielen und Gesellschaftsspielen, konzentrieren und einen Teil seines treuen Kundenstamms mitnehmen. Bei Neuwaren könne er die Mehrwertsteuer an die Kunden weitergeben. Zudem habe er tiefere Lagerkosten. Tiefere jedenfalls als zum Beispiel für die drei Meter lange Modell-Westernlokomotive (Ausgabe vom 5.

Juni). Die sei noch bis am 15. November ab einem Mindestpreis von 14 000 Franken zu haben.

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