AUFTAKT: Ein Mann der ersten Stunde geht von Bord

Auf technisch gutem Stand und mit einer Neubestuhlung im Mitteldeck startet der Raddampfer Hohentwiel in die Saison.

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Das Führungstrio aus Schweizer Sicht: Hans Kubat (von links), Josef Büchelmeier und Adolf Konstatzky. (Bild: Fritz Heinze)

Das Führungstrio aus Schweizer Sicht: Hans Kubat (von links), Josef Büchelmeier und Adolf Konstatzky. (Bild: Fritz Heinze)

Anlässlich der Hauptversammlung stachen die Mitglieder des Vereins Int. Bodensee-Schifffahrtsmuseum, Sektion Schweiz auf dem Raddampfschiff Hohentwiel in See. An der im Mittelpunkt der Tagung stehenden Versammlung im Stadthofsaal in Rorschach kamen auch vorrangig positive Aspekte zur Diskussion. Seien das die Ausführungen von Präsident Hans Kubat, Rorschach, oder jene von Kapitän Adolf Konstatzky. 114 Mitglieder nahmen an der 30. Vereinsversammlung teil, eine hohe Zahl, die erfreut zur Kenntnis genommen wurde. 540 Personen nutzten die Gelegenheit für die Teilnahme an einer der Fahrten auf der Hohentwiel. «Die Zeiger sind auf Null gestellt, die Saison kann beginnen», sagte ein optimistisch gestimmter Präsident Hans Kubat zu Beginn der Versammlung. Dies betrifft sowohl den Mitgliederbestand, konnten doch anlässlich des Tags der Offenen Türe in Romanshorn gut 50 Neumitglieder geworben werden.

Und ein Blick auf die Rechnung 2016 bestätigt, dass die Sektion Schweiz gute Arbeit leistet. An die Neubestuhlung im Mitteldeck des Schiffes leistete sie 45 000 Franken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Minderertrag in der Rechnung von 8000 Franken erwuchs durch die Zielsetzung der Sektion, die finanziellen Mittel für die Instandhaltung des Schiffes aufzubringen und bereitzuhalten. Unter den Gästen der Vereinsversammlung fand sich auch Josef Büchelmeier, alt Oberbürgermeister Friedrichshafen, der seit vergangenem Jahr das Präsidium des Vereins Int. Bodensee-Schifffahrtsmuseum inne hat.

Die Zielsetzungen sind erreicht

Im Traktandum Wahlen musste der Präsident den Rücktritt von Werner Müller, Frauenfeld, zur Kenntnis nehmen. Der Scheidende wirkte dreissig Jahre im Sektionsvorstand, ist Gründungsmitglied und geht somit als Mann der ersten Stunde von Bord. Er erinnert sich, dass es schon damals die Idee war, dass das Schiff nicht für eine geschlossene Gesellschaft auf dem Bodensee fahren soll, sondern auch Publikumsfahrten anbieten muss. Denn, so kann man dem Gründungsprotokoll entnehmen, waren mit 240000 Franken der Kanton Thurgau an der Wiederaufbereitung der DS Hohentwiel beteiligt und der Kanton St. Gallen mit 202000 Franken. Somit flossen Gelder der Öffentlichen Hand in das Projekt. Für Werner Müller, Leiter der Abteilung Öffentlicher Verkehr und Tourismus des Kantons Thurgau, war es das Ziel, dass sich die Hohentwiel künftig selbst finanzieren kann. Der Blick auf drei Jahrzehnte Vorstandsarbeit und die voraussehbaren Zukunftsperspektiven belegt, dass seine Ziele erreicht worden sind.

Fritz Heinze

redaktionot@tagblatt.ch

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