Aufstieg rückt für Fides in weite Ferne

Der SV Fides verliert auch sein zweites Aufstiegsrundenspiel zur NLB. Die St. Galler unterliegen zu Hause der SG Pilatus mit 21:28. Morgen hat Fides in Wädenswil seine letzte Chance, um mit einem Sieg doch noch ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

Fritz Bischoff
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HANDBALL. Nach der 22:33-Auswärtsniederlage im ersten Spiel der Aufstiegsrunde von der 1. Liga zur NLB ist es Fides auch im Heimspiel gegen die SG Pilatus nicht gelungen, die ersten Punkte zu erkämpfen. Die St. Galler verloren vor 400 Zuschauern gegen die Innerschweizer 21:28 (7:11). Bereits in den ersten Spielminuten kündigte sich vor stimmungsvoller Kulisse wenig Gutes an. Die Gastgeber waren dem Blitzstart des Gegners nicht gewachsen und sahen sich schnell mit 0:4 im Rückstand. Erst nach sieben Minuten erzielt Fabian Gunziger für sein Team den ersten Treffer. «Dieser Fehlstart, wozu auch noch vergebene Penalties kamen, verunsicherte uns, und wir waren dem Druck mental nicht gewachsen.»

Eine Phase mit Vorteilen

Immerhin fiel die Defensivarbeit einigermassen befriedigend aus und konnte sich mit derjenigen des Gegners messen, so dass sich in der Folge der Vorsprung der Gäste bei drei bis vier Treffern einpendelte. Verheissungsvoll gestalteten die St. Galler den Beginn nach der Pause. Mitte der zweiten Halbzeit gelang Spielertrainer Alex Usik, der mit sechs Treffern bester Werfer seines Teams war, der Anschlusstreffer zum 15:16. Nun schien wieder jeder Spielausgang möglich, die Vorteile lagen sogar eher bei Fides.

Doch das Heimteam verfiel in unnötige Hektik. Die SG Pilatus nutzte dies und erarbeitete sich mit vier Treffern in Folge vom 17:16 zum 21:16 die Vorentscheidung.

«Das war dumm»

«Das war von uns ganz einfach nur dumm, wie wir das Ganze mit Fehlpässen und unnötigen Abschlüssen verbockten», so Gunziger. «Im ersten Spiel gegen Solothurn waren wir das schwächere Team, aber gegen Pilatus gibt es keine Entschuldigung. Das Spiel an und für sich in toller Atmosphäre machte Spass, nicht aber das Resultat», so der St. Galler Rückraumspieler.

Morgen hat Fides in der dritten Partie seine letzte Chance, mit einem Sieg doch noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Für Gunziger bleibt ein letzter Hoffnungsschimmer: «Wir klammern uns an die Hoffnung und unsere Ehre, dass wir die drei verbleibenden Partien noch gewinnen wollen.» Die Vorzeichen für einen Sieg stehen schlecht, verlor Fides in der Qualifikation gegen Wädenswil doch zweimal deutlich.

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