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Aufnehmen oder weiterschleusen

Migration und Energiewende waren die brennendsten Themen am Wahlpodium im Hotel Bad Horn. Nationalratskandidaten der vier grossen Parteien diskutierten unter dem Eindruck der Flüchtlingsproblematik.
Christof Lampart
Unter der Leitung von David Angst (Mitte) vertraten Hermann Hess, Diana Gutjahr, Aliye Gül und Christian Lohr ihre Positionen. (Bild: Christof Lampart)

Unter der Leitung von David Angst (Mitte) vertraten Hermann Hess, Diana Gutjahr, Aliye Gül und Christian Lohr ihre Positionen. (Bild: Christof Lampart)

HORN. In der Flüchtlingsfrage beanspruchte niemand, eine Lösung zu haben. Nationalrat Christian Lohr erklärte, dass die Schweiz sich um eine diplomatische Lösung bemühen solle. Hermann Hess betonte, dass ohne Befriedung des Nahen Ostens alle Massnahmen reine Symptom-, aber keine Ursachenbekämpfung darstellten. Für SP-Frau Aliye Gül ist klar, dass man die Flüchtlingswelle aus Asien und Afrika nicht aufhalten kann. Am Podium, das die FDP Horn organisiert und TZ-Redaktionsleiter David Angst moderiert hatte, diskutierten die Nationalratskandidaten Hermann Hess (FDP, Amriswil), Christian Lohr (CVP, Kreuzlingen), Aliye Gül-Agir (SP, Arbon) und Diana Gutjahr (SVP, Amriswil) vor sechzig Besuchern.

Druck auf andere Länder

Für Gül ist das Durchschleusen von Asylsuchenden ein Mittel, um Druck auf die anderen Länder auszuüben, so dass es zu einer gesamteuropäischen Lösung kommen könnte. «Wir sollten nur jene aufnehmen, die sich bei uns in einem Aufnahmezentrum registrieren lassen. Alle anderen können wir weiterziehen lassen.» Diana Gutjahr brachte eine weitere Möglichkeit ein: «Mit dem Ausweis S für Schutzbedürftige werden Personen so lange bei uns aufgenommen, bis die Situation in ihrem Heimatland wieder sicher ist. Sie kommen somit jedoch nicht ins Asylverfahren», so Gutjahr.

Umstrittene Energiewende

Bei der Frage, wie die Energiewende umgesetzt werden soll, divergierten die Meinungen. Für Hess hängt die Energiewende nicht vom Atomausstieg ab, sondern davon, ob es gelingt, den Öl- und Gasverbrauch zu reduzieren und Investitionen in Erdsonden, Holzheizungen und Luftwärmepumpen voranzutreiben. Diana Gutjahr betonte, dass für sie die Energiewende davon abhänge, ob danach für die Wirtschaft die Versorgungssicherheit noch sichergestellt sei. Für Gül führt kein Weg an den Energiewende vorbei. Christian Lohr will die neuen Energien massvoll subventionieren, aber ohne wirtschaftliche Belastung im administrativen Bereich.

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