AUFGESPIELT: Viel Blech beim Melodia-Konzert

Die Melodia Goldach sorgte am Herbstkonzert gemeinsam mit dem Ensemble Da Blechhaufn für beste musikalische Unterhaltung. Es war die Feuertaufe für den neuen Dirigenten.

Ramona Riedener
Merken
Drucken
Teilen
Die Melodia Goldach und das Gastensemble aus Österreich begeistern das Publikum. (Bild: Ramona Riedener)

Die Melodia Goldach und das Gastensemble aus Österreich begeistern das Publikum. (Bild: Ramona Riedener)

Ramona Riedener

redaktionot@tagblatt.ch

Nachdem die Unterhaltungsshow im März wegen dem Dirigentenwechsel ausfallen musste, warteten die Besucherinnen und Besucher am Samstagabend in der Wartegghalle gespannt auf das erste grosse Konzert der Melodia Goldach unter neuer Leitung. Voll und ganz entschädigt wurden sie, denn das beliebte Blasorchester musizierte nicht nur gewohnt abwechslungsreich, sondern gemeinsam mit dem international bekannten Ensemble Da Blechhaufn. Die sieben Ausnahmekünstler aus dem Burgenland, der Steiermark und Kärnten sorgten gemeinsam mit den Musikanten der Melodia für hochstehende Unterhaltung.

Eröffnet wurde das Konzert gemeinsam mit der Fanfare der Wiener Philharmoniker, bevor die Melodia im ersten Teil einen bunten Musikmix zum Besten gaben. Geheimnisvoll beginnt das Konzert mit «Pilatus: Mountain of Dragons», einem Werk von Steven Reineke, einem amerikanischen Komponisten mit deutscher Abstammung. Es umschreibt die Sagenwelt des Berges hoch über Luzern.

Gekonnt mit Profis musiziert

Mit «Funk Attack» gelingt dem Korps ein überzeugender Stilwechsel in die Funkscene. Mit einem Querschnitt durch die Melodien des Musicals Mozart beendete die Melodia den ersten Teil des Konzertes. Danach gehörte die Bühne den hochkarätigen Musikern der Da Blechhaufn. Diese sorgten mit ihrer Show aus Blasmusik, Tanz, Akrobatik und humoristischen Einlagen für beste Unterhaltung. Gemeinsam mit den Profis aus Österreich zu musizieren, war das Highlight des Konzertabends. Eröffnet wurde der dritte Teil mit «Kinizsi», einem ungarischen Konzertmarsch. Eigens für das Gemeinschaftskonzert arrangiert hat Albert Wieder, Bassist der Blechband, die Stücke «Praise You», «Gabriella’s Song» und «Ghost Riders in the Sky». Ein Feuerwerk der Solis war das Werk «Children of Sanchez», die Titelmusik zum gleichnamigen Film. Dass sie auch singen können, zeigten die Formationen mit volkstümlichen Gesangseinlagen. Nicht ohne mehrere Zugaben verabschiedeten sich die Melodia und ihre Gastformation vom begeisterten Publikum.

Gemeinsam mit einem Gastensemble ein Konzert zu gestalten, war die Idee des neuen Dirigenten der Melodia. «Ich kannte die Musiker bereits vorher. Es sind super Typen, Musiker der Spitzenklasse. Obwohl sie sehr erfolgreich sind, haben sie keine Starallüren. Es macht einfach Spass, mit ihnen zu musizieren», schwärmt Markus Lins.

Von der Qualität der Melodia überzeugt

Die Konzertvorbereitungen seien wie immer gewesen, obwohl im gemeinsamen Teil die Solos dann teilweise gefehlt haben, berichtet der Dirigent. Erst am Freitagabend vor dem Konzert hätten die Musikanten der Melodia Gelegenheit gehabt, mit den Profis aus Österreich zu proben. Trotzdem, er sei sehr entspannt gewesen vor dem Konzert. «Ich wusste ja, es wird ein Erfolg, denn ich weiss, was meine Kolleginnen und Kollegen können», meint der musikalische Chef mit Überzeugung und vollem Vertrauen in sein Korps.