Auf Rorschach warten Zitterspiele

Auch im siebten Spiel der Rückrunde der 2. Liga bleibt der FC Rorschach sieglos. Das Spiel gegen Ilanz-Schluein verlieren die St. Galler mit 0:1. Nach einer tollen Vorrunde funktioniert bei den Rorschachern bisher nicht mehr viel.

Res Lerch
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Der Rorschacher Yves Baumann (Mitte) erkämpft sich gegen Ilanz-Schlueins Zdenek Schwendt den Ball. (Bild: Ralph Ribi)

Der Rorschacher Yves Baumann (Mitte) erkämpft sich gegen Ilanz-Schlueins Zdenek Schwendt den Ball. (Bild: Ralph Ribi)

FUSSBALL. Der Fussball ist deshalb so beliebt, weil er so einfach ist: «Das Runde muss ins Eckige» oder «Mehr Tore schiessen als bekommen». Wenn eine Mannschaft aber in sieben Partien lediglich drei Tore erzielt, deren 16 erhält und sich daraus lediglich ein einziges Pünktchen ergibt, darf man sich nicht wundern, wenn die Tabellensituation langsam bedrohlich wird. Genau das passiert aktuell beim FC Rorschach, der in diesem Jahr einfach nicht auf Touren kommt.

Die Geschichte des Heimspiels gegen Schluein-Ilanz ist schnell erzählt. Beide Teams waren kaum in der Lage, nennenswerte Torchancen herauszuspielen. Das 0:1 der Bündner nach rund einer halben Stunde war aber immerhin schön anzusehen, wie Zdenek Schwendt eine plazierte Flanke mit einem wuchtigen Kopfstoss einnickte.

Rorschacher Tugenden

Man kann den Rorschachern nicht vorwerfen, dass sie nicht alles unternommen haben, um endlich den ersten Vollerfolg in diesem Jahr zu realisieren. Wollen und Kämpfen sind nach wie vor Rorschacher Tugenden, aber gelingen tut der Mannschaft momentan trotzdem wenig. Zwar erzielte Rorschach durch Patrice Baumann den vermeintlichen Ausgleich, den aber der Schiedsrichter wegen eines vorangegangenen Fouls nicht anerkannte.

So waren es dann gegen Ende des Spiels eher die Bündner, die gute Konterchancen bekamen, diese aber auch nicht nutzen konnten. Die Rorschacher bemühten sich bis zum Abpfiff, konnten aber kaum eine Chance für sich verzeichnen. Vieles blieb gut gemeintes Stückwerk.

Auf die Rorschacher warten jetzt noch vier happige Gegner. Am nächsten Sonntag haben sie in Montlingen anzutreten, dann folgt am 28. Mai das Heimspiel gegen Buchs. Das letzte Auswärtsspiel der Saison beim fast sicheren Absteiger Triesen wird für Rorschach in der momentanen Verfassung auch kein Spaziergang. Und zum Saisonfinale tritt dann Altstätten auf dem Rorschacher Pestalozziplatz an.

Für den FC Rorschach spricht allerdings, dass er sich eigentlich gewohnt ist, gegen Saisonende um den Ligaerhalt kämpfen zu müssen. In den vergangenen drei Saisons musste zweimal das letzte Spiel entscheiden. Die Rorschacher kennen also diese Drucksituation. Gegen Rorschach sprechen die Strafpunkte, die letztlich bei Punktgleichheit entscheidend sind.

Fehlendes Erfolgserlebnis

Die Vorrunde hat gezeigt, dass der FC Rorschach das Fussballspielen nicht verlernt hat. Aber an die im Herbst gezeigten Leistungen kommen die St. Galler momentan nicht heran. Vielleicht braucht es nur ein Erfolgserlebnis, damit bei den Rorschachern der Knoten platzt.

«Wenn wir den gleichen Einsatz und Willen wie gegen Schluein-Ilanz zeigen, werden wir definitiv noch Spiele bis Ende Saison gewinnen», gibt sich Captain Baumann überzeugt. «Wir haben uns sehr gut auf diese Rückrunde vorbereitet, wollten das Startspiel beim Leader Chur unbedingt gewinnen und vorne in der Tabelle mitmischen. Jetzt sind wir als Team gefordert, gemeinsam aus diesem Loch zu kommen», so Baumann. Er fügt an: «Der Teamgeist dafür ist da. Das packen wir.»