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Auf einer Erfolgswelle

Das 2.-Liga-Team des FC Winkeln reiht einen Sieg an den anderen und führt in der Gruppe 2 die Tabelle an. «Wir haben lange gesät. Nun fahren wir die Ernte ein», sagt Captain Roger Kobler.
Raya Badraun
Assistenztrainer Martin Koller spielte einst selbst beim FC Winkeln. Das Team nennt er «eine grosse Familie». (Bild: Ralph Ribi)

Assistenztrainer Martin Koller spielte einst selbst beim FC Winkeln. Das Team nennt er «eine grosse Familie». (Bild: Ralph Ribi)

FUSSBALL. Es ist der letzte garstige Tag im März. Ein starker Wind treibt die dunklen Wolken über den Himmel und immer wieder fallen Regentropfen auf den Rasen. Doch die Spieler des FC Winkeln scheint dies nicht zu stören. In kurzen Hosen jagen sie über den Platz. Immer am Fuss: der Ball. Es ist das einzige, was sich im vergangenen Sommer verändert hat, als René Brandenberger die Mannschaft übernahm. «Das Training ist durch ihn spielerischer geworden», sagt Assistenztrainer Martin Koller, der die Spieler an diesem Dienstagabend anleitet. Es gibt kaum eine Einheit mehr, in der kein Ball vorkommt. Das Spielsystem hingegen ist gleich geblieben, und auch das Kader hat sich nur minim verändert. Für grosse Umwälzungen bestand auch kein Grund. Brandenberger übernahm von Jack Hörler eine Mannschaft, die einen Höhenflug erlebte.

Vor einem Jahr gewann Winkeln in der Rückrunde sieben Spiele in Serie und schloss die Meisterschaft auf dem vierten Rang ab. Die Mannschaft, die der neue Trainer im vergangenen Sommer vorfand, strotzte vor Selbstbewusstsein. «Wir waren nicht immer besser als die anderen Teams», sagt Brandenberger, der in Urnäsch wohnt. «Wir ritten jedoch auf einer Erfolgswelle.» Diese führte das Team zu neun Siegen in elf Spielen. Damit belegt Winkeln mit drei Punkten Vorsprung die Leaderposition in der Gruppe zwei.

Starker Zusammenhalt

Glück war manchmal auch im Spiel. Doch nur darauf will Captain Roger Kobler den Erfolg nicht zurückführen. «Wir haben lange gesät. Nun fahren wir die Ernte ein.» Der Stürmer sitzt neben Koller im Clubrestaurant beim Gründenmoos. Die Aussagen der beiden ähneln sich – und manchmal, da beendet der eine den Gedanken des anderen. Der 36jährige Kobler und der 35jährige Koller sind zusammen in Gossau aufgewachsen, später standen sie für Winkeln nebeneinander auf dem Platz. So gut wie die beiden kennen sich in der Mannschaft viele, Wechsel hingegen sind selten. «Über die Jahre sind wir zusammengewachsen», sagt Kobler. «Eine grosse Familie», nennt Koller das Team. Auf dem Platz verstehen sich die Spieler blind. Auch privat sind sie Freunde und ziehen am Wochenende zusammen um die Häuser. «Manchmal verstehen sie sich fast zu gut», sagt Koller und lacht. Das gegenseitige Kritisieren auf dem Platz funktioniere deshalb nicht immer.

«Die gejagten Hasen»

In der Vorrunde war das kein Problem. Kritik war ohnehin kaum ein Thema. Doch vielleicht ändert sich die Situation in der Rückrunde. Die Vorbereitung verlief «so so la la», wie Koller sagt. Winkeln verlor alle Freundschaftsspiele gegen höher klassierte Teams. Und im Cup-Viertelfinal unterlag die Mannschaft am vergangenen Samstag dem Ligakonkurrenten Calcio Kreuzlingen im Penaltyschiessen. Dabei fehlte den St. Gallern nicht der Einsatzwille, sondern die abwesenden und kranken Spieler. Und die Meisterschaft wird für Winkeln nicht einfacher. «Wir sind nun die Hasen, die gejagt werden», sagt Trainer Brandenberger. «Es ist wichtig, dass wir dagegenhalten.» Der Start in die Saison ist entscheidend. In der ersten Partie trifft Winkeln morgen um 16.30 Uhr zu Hause auf den Tabellenletzten Wängi. «Gewinnen wir», sagt Captain Kobler, «dann nimmt unser Lauf neue Fahrt auf.»

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