Auf der Sommerau wird geplant

GOSSAU. Zahlreiche interessierte Betriebe haben sich für eine Fläche auf der Sommerau Nord bei der Migros gemeldet. Diese steckt derzeit noch mitten in der Planung.

Perrine Woodtli
Merken
Drucken
Teilen

Bald ein Jahr ist es her, seit die Genossenschaft Migros Ostschweiz das Gewerbe- und Industriegebiet Sommerau Nord in Gossau gekauft hat. Viel passiert ist seither nicht. Der Grossverteiler machte klar, dass die Planung der Erschliessung und der Nutzung der Parzelle längere Zeit in Anspruch nehmen werde und deshalb nicht mit einem raschen Baustart zu rechnen sei. Jetzt aber muss die Firma Küng Floraland und Gärtnerei ihr Grundstück auf der Sommerau Nord bis Ende Jahr räumen, weil die Migros für die geplante Überbauung Platz schaffen möchte.

Freiheit für Planungsprozess

Wer gehofft hat, dass nach diesem ersten Schritt bald konkrete Pläne vorliegen, wird enttäuscht. Denn konkret ist noch lange nichts. «Die Beendigung des Mietverhältnisses wurde schon vor längerer Zeit vom vormaligen Eigentümer des Grundstücks angekündigt und wurde durch die Migros Ostschweiz mit der Firma Küng Floraland frühzeitig auf Ende dieses Jahres festgelegt», sagt Andreas Bühler, Mediensprecher der Migros Ostschweiz. Die Absicht dieser frühzeitigen Absprache sei, dass die Migros sich damit «eine gewisse Freiheit für den weiteren Planungsprozess sichern konnte», ergänzt Bühler.

Aktuell werde gemeinsam mit der Stadt Gossau an der Erschliessung der Parzelle Sommerau gearbeitet. Verschiedene Planungen seien dabei parallel in Bearbeitung. «Wann diese Planungen abgeschlossen werden können, ist noch nicht terminierbar.»

Viele Interessenten

Migros hatte bereits beim Kauf versichert, dass sie einen Teil des rund 90 000 Quadratmeter grossen Gewerbelandes wieder abtreten möchte. In welchem Umfang, ist jedoch nach wie vor unklar. Laut Bühler haben sich viele Interessenten bei der Migros gemeldet, unter anderem lokal ansässige Firmen und aus der Migros-Gruppe. Mehr könne man dazu aber noch nicht sagen. Bühler: «Die stark einschränkenden Rahmenbedingungen erfordern eine fundierte Planung aller zur Verfügung stehenden Flächen, bevor mit Gesprächen, beziehungsweise Verhandlungen, begonnen werden kann.»

Um welche Gewerbe- oder Industriebetriebe es sich bei den Interessenten handelt, gibt Bühler nicht bekannt. «Zu den Interessenten können wir keine detaillierten Angaben machen.» Diese seien aber informiert, dass zuerst die Fragen der Erschliessung geklärt werden müssen und erst dann konkrete Gespräche geführt werden können.