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Auf den Spuren von Selina Büchel

Die 16jährige Gossauerin Alina Federer gehört in der U18-Kategorie zu den besten Langstreckenläuferinnen. Seit einem Jahr trainiert sie regelmässig mit der Hallen-Europameisterin Selina Büchel und erhält wertvolle Tips.
Raya Badraun
Alina Federer sammelt seit 2003 Medaillen. Damals war die Gossauer Läuferin gerade einmal vier Jahre alt. (Bild: Benjamin Manser)

Alina Federer sammelt seit 2003 Medaillen. Damals war die Gossauer Läuferin gerade einmal vier Jahre alt. (Bild: Benjamin Manser)

LEICHTATHLETIK. Alina Federers Medaillensammlung ist beeindruckend. Über dem Kopfende ihres Bettes hängt nur ein kleiner Teil davon. Die wichtigeren Auszeichnungen sind in einem Holzgestell fein säuberlich aufgereiht, das extra dafür gezimmert wurde. Doch auch in diesem hat es bald keinen Platz mehr. Denn die 16jährige Gossauerin ist eine Vielstarterin. Im Winter absolviert sie Crossläufe und Hallenwettkämpfe, im Sommer rennt sie fast an jedem Wochenende an einem Meeting oder Stadtlauf in der ganzen Schweiz. Letztere gefallen Alina Federer besonders gut, und mit ihnen hat auch ihre sportliche Karriere begonnen. 2003 erhielt sie beim Gossauer Weihnachtslauf ihre erste Medaille. Damals war das Mädchen gerade einmal vier Jahre alt. In der Primarschule trainierte sie bei Forti Athletics verschiedene Disziplinen. Doch statt Bälle zu werfen und in die Sandgrube zu springen, rannte sie viel lieber durch Dörfer und Wälder. Je länger die Strecke war, desto besser gefiel es ihr. «Ich mag es, wenn ich durchbeissen muss», sagt die mittlere von drei Schwestern. Auch Schneegestöber und starker Regen machen ihr nichts aus.

Vom Teer auf den Tartan

Trotz ihrer Leidenschaft mochte Alina Federer Wettkämpfe und Trainings auf der Rundbahn lange nicht. Die Umgebung ist weniger spannend als bei Stadtläufen, die Atmosphäre nicht so einzigartig und die Strecke gleichförmig. Der Hallen-Europameisterin Selina Büchel ging es als Kind gleich. Auch sie lief lieber auf Strassen statt auf Tartan. Erst als Selina Büchel zum KTV Bütschwil wechselte, bekam die Toggenburgerin Freude am Training auf der Rundbahn. Bei Alina Federer war dies vor einem Jahr nicht anders.

Da Forti Athletics sich vor allem an Hobbysportler richtet, suchte Alina Federer im vergangenen Winter einen Lauftrainer, der sie stärker fördert. Diesen fand sie schliesslich mit Urs Göldi beim KTV Bütschwil. Seither trainiert Alina Federer neben ihren Einheiten bei Forti Athletics auch einmal pro Woche in der gleichen Gruppe wie Selina Büchel. Und wie diese, motivierte Göldi auch die junge Gossauerin, öfters auf der Bahn anzutreten – mit Erfolg. In ihrer ersten Saison in der U18-Kategorie holte sie an der Schweizer Meisterschaft gleich zwei Medaillen. Mit der 3×1000-m-Staffel wurde sie in Lausanne Erste, über 3000 m sicherte sie sich in Riehen Silber. Die beiden Medaillen liegen auf dem Holzgestell neben einer dritten, die eine ganz besondere ist. Denn Alina Federer gewann sie mit Selina Büchel.

An der Seite von Büchel zu Gold

An der Schweizer Teammeisterschaft in Olten starteten die beiden Läuferinnen zusammen für die LG Fürstenland. Als Jüngste der Vierergruppe stellte die 16jährige Alina Federer über 1500 m hinter Selina Büchel die zweitschnellste Zeit auf und war damit massgeblich am Gewinn der Goldmedaille beteiligt. «Für mich war es eine Ehre, mit Selina zu starten», sagt Alina Federer, die eine Lehre als medizinische Praxisassistentin absolviert. Sie finde es schön, dass Selina Büchel trotz ihres Erfolges an solchen Anlässen mitmache und auch mit dem Verein ins Trainingslager gehe. Von ihrer Anwesenheit profitiert Alina Federer, die seit ihrem Wechsel zum KTV Bütschwil einen grossen Schritt nach vorne gemacht hat.

In den Trainings erzählt die 24jährige Selina Büchel ihren Kolleginnen regelmässig von ihren Erfahrungen und gibt Tips, etwa wie man in der Halle auf der 200-m-Bahn überholt. Dieses Wissen möchte Alina Federer im Sommer bei der Schweizer Meisterschaft anwenden – und erneut eine Medaille holen. Noch hat es Platz dafür im Holzgestell.

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