Auf dem Weg zum 1000. Treffer

Daniel Berger startet morgen mit dem SV Fides in seine zehnte Saison in der 1. Liga der Handballer. Der 30-Jährige blickt auf 196 1.-Liga-Spiele und auf 949 Tore zurück.

Fritz Bischoff
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Daniel Berger ist seit fünf Jahren der Captain des 1.-Liga-Teams von Fides. Bild: Ralph Ribi (Bild: (Ralph Ribi))

Daniel Berger ist seit fünf Jahren der Captain des 1.-Liga-Teams von Fides. Bild: Ralph Ribi (Bild: (Ralph Ribi))

Mit dem Auswärtsspiel gegen Kreuzlingen startet der SV Fides morgen um 18 Uhr in die neue Meisterschaft. Seit der Saison 2008/2009 gehören die Stadt-St. Galler wieder der 1. Liga an, womit sie morgen ihre neunte Saison in Folge in der dritthöchsten Spielklasse in Angriff nehmen. Gar in seine zehnte 1.-Liga-Meisterschaft in Serie steigt Daniel Berger. Auf die Saison 2007/2008 wechselte er von St. Otmar, wo er seine Juniorenjahre durchlaufen hatte, zum HC Bruggen. Ein Jahr später bildete Bruggen mit Fides eine Spielgemeinschaft, ehe sich Bruggen im Jahr 2010 aus der 1. Liga zurückzog und Fides den Platz überliess.

Berger war in all den Jahren der bleibende und zuverlässige Faktor im Team des SV Fides. Der 30-Jährige blickt auf 196 Spiele in der 1. Liga zurück und auf die eindrückliche Zahl von 949 Toren, was auch ihn selber erstaunt. «Es ist wirklich eine lange Zeit, die ich schon im Handball aktiv bin. Der Sport macht mir aber immer noch viel Spass.»

Das Lächeln als Markenzeichen

Die Hingabe zum Handball ist bei ihm familiär bedingt. Sein Vater und sein Bruder sind Handballschiedsrichter, die Mutter war als Trainerin aktiv. «So war es nur logisch, dass ich nach einem kurzen Abstecher zum Fussball schon als Siebenjähriger mit dem Handball begann und nun schon seit 23 Jahren aktiv bin», blickt Berger, der seit fünf Jahren beim SV Fides auch das Amt des Captains innehat, zurück. Er ist die Zuverlässigkeit in Person, hat auf dem Spielfeld, aber auch im Training im Verlaufe der Jahre an Besonnenheit gewonnen, dafür eine Portion an Schalk zugelegt. Sein Lächeln gegenüber übereifrigen gegnerischen Spielern oder nicht nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheiden ist gewissermassen zu einem seiner Markenzeichen geworden. «Ich bin im Verlauf der Jahre ruhiger geworden, versuche den Sport und seine Besonderheiten gelassener einzuordnen, ohne dabei meinen Ehrgeiz abzuschreiben.»

Die sportlichen Ambitionen sind für Berger gegeben. «Unser Ziel muss es sein, in der Ersten Liga ein Spitzenteam zu bleiben und im Hinterkopf den Aufstieg in die Nationalliga B zu haben. Wir verfügen über ein ausgeglichenes Team, in dem die Altersstrukturen, der Wille und das Talent vorhanden sind.» Für sich selber hat Berger, der die Position des linken Flügelspielers als seine Lieblingsposition bezeichnet, vor allem ein grosses Ziel. Er will verletzungsfrei bleiben. Wegen einer Schulterverletzung verpasste er im vergangenen Jahr den Grossteil der Meisterschaft. «Ohne diesen Ausfall hätte ich die Zahl von 200 Spielen in der Ersten Liga und den Wert von 1000 Toren wohl längst überschritten. Aber wichtig sind nicht die Statistiken, wichtig ist, dass wir als Team Erfolg haben und damit auch etwas für das Ansehen des Handballs in der Ostschweiz tun.»

Fünf von acht Teams aus der Ostschweiz

Besonders freut er sich auf die Ostschweizer Derbys der kommenden Saison. Mit dem Aufsteiger Vorderland aus Heiden, Frauenfeld, Kreuzlingen und Appenzell sind fünf der acht Teams in der Gruppe eins der 1. Liga aus der Ostschweiz. «Das bringt Spannung, gesunde Rivalität und stimmungsvolle Vergleiche. Davon lebt der Handball und macht ihn für alle attraktiv», freut sich Berger. Doch einen übertriebenen Einsatz will er auch in diesen Partien nicht erbringen. «Gewisse körperliche Beschwerden zeichnen sich mit dem Alter auch bei mir ab», sagt er schmunzelnd. Deshalb ist es ihm weit wichtiger, seine Erfahrung an seine jungen Mitspieler weiterzugeben und ihnen auch emotionale Fähigkeiten – gerade für die Derbys – zu vermitteln.