Auf dem Sprung ins Arbeitsleben

Viele Jugendliche beginnen im August eine Lehre oder besuchen eine weiterführende Schule. Eine Umfrage in der Region zeigt: Fast alle Schulabgänger haben eine Anschlusslösung.

Michel Burtscher
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Für viele Schülerinnen und Schüler in der Region war der Beginn der Sommerferien gleichzeitig der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Namentlich sind das die Oberstufen-Schulabgänger, die im August eine Lehre beginnen, in eine weiterführende Schule wechseln oder ein staatliches Brückenangebot wie eine Vorlehre oder ein Berufsvorbereitungsjahr in Anspruch nehmen.

Eine Umfrage bei den Oberstufenzentren in der Region hat ergeben, dass es nur wenige Schulabgänger gibt, die keine Anschlusslösung gefunden haben.

Lehre beliebt

«Unsere Schülerinnen und Schüler haben alle eine Lösung», sagt Käthi Benz von der Schulverwaltung Gaiserwald. 82 Schüler beendeten diesen Sommer die Oberstufe am OZ Mühlizelg in Abtwil. Davon wird die Mehrheit, 56 Jugendliche, im August eine Lehre beginnen.

Neun Schulabgänger besuchen eine weiterführende Schule, drei treten in eine Privatschule über oder machen ein Praktikum. 14 Jugendliche nehmen ein staatliches Brückenangebot in Anspruch. Zwölf Schülerinnen und Schüler sind schon vor einem Jahr an die Kantonsschule übergetreten.

Mehrheit findet Lehrstelle

Zwei Schüler vom OZ Grünau in Wittenbach stehen noch ohne Anschlusslösung da.

Schülerinnen und Schüler aus den Gemeinden Wittenbach, Berg SG und Muolen besuchen dieses Oberstufenzentrum. Von 82 Schulabgängern beginnen 56 eine Lehre. Fünf machen ein Praktikum, je ein Jugendlicher macht einen Fremdsprachenaufenthalt und ein Hauswirtschaftsjahr. Zehn Abgänger wechseln an die Kantonsschulen am Brühl und am Burggraben. Sieben besuchen ein Berufsvorbereitungsjahr, eine staatliche Vorlehre oder einen Integrationskurs.

Im Moment sei die Lage auf dem Lehrstellenmarkt so, dass die grosse Mehrheit der Jugendlichen einfach zu einer Lehrstelle komme, sagt Schulleiter Bruno Bischof. «Am OZ Grünau haben wir einen detaillierten Fahrplan für die Berufswahl», erklärt er. Es habe natürlich auch in diesem Jahr einige Schüler gegeben, die Schwierigkeiten gehabt hätten, eine Anschlusslösung zu finden.

Dies, weil sie oft zu spät mit der Berufswahl begonnen, nicht realistische Berufswünsche gehabt oder keine Alternativen ins Auge gefasst hätten. Vereinzelt sei auch zu wenig Unterstützung von den Eltern festgestellt worden. «Für eine optimale Berufsfindung ist die Unterstützung der Eltern Bedingung», sagt Bischof.

Berufsbildung im Hoch

Dass die Berufslehre beliebt ist, zeigt auch die Schulabgängerumfrage des Kantons.

Der Anteil an Übertritten in eine berufliche Grundbildung weise mit 69 Prozent einen in den letzten zehn Jahren nie erreichten Höchstwert auf, heisst es in einer Mitteilung. Rund 92 Prozent der Schulabgänger hätten eine Anschlusslösung gefunden. Kantonal hatten am Stichtag Ende Mai 474 Schüler oder sieben Prozent noch keine Lösung gefunden.

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