AUF-/ ABSTIEGSRUNDE: St. Gallerinnen siegen deutlich

Gegen das abgeschlagene Schlusslicht Kloten erfüllen die St. Galler NLB-Frauen die Pflicht und siegen zu Hause souverän mit 4:0. Der Ligaerhalt bleibt somit weiterhin möglich.

Gesa Jürgens
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Nadine Faessler, Valeria Iseli und Sandra Egger (v.r.) haben gegen Kloten Grund zum Jubeln. (Bild: Michel Canonica)

Nadine Faessler, Valeria Iseli und Sandra Egger (v.r.) haben gegen Kloten Grund zum Jubeln. (Bild: Michel Canonica)

Gesa Jürgens

sport@tagblatt.ch

Die St. Gallerinnen begannen die die Partie sehr konzentriert. Sofort versuchten sie das Geschehen auf dem Platz zu bestimmen. Doch Kloten machte es dem Heimteam anfangs nicht leicht. Und so mussten die Grün-Weissen geduldig sein. In der 27. Minute ging St. Gallen schliesslich nach einem Patzer von Klotens Goalie durch Fehr in Führung.

Danach traten die Ostschweizerinnen mit noch mehr Selbstbewusstsein auf und bestimmten die Partie. So erspielten sie sich in der 39. Minute eine gute Tormöglichkeit: Fehr hatte Koretic halbrechts in die Tiefe geschickt. Diese liess eine Gegenspielerin im Strafraum stehen, passte auf Streule, und diese spielte die noch besser postierte Fässler an. Fässler nahm den Pass direkt und schoss den Ball gegen die Laufrichtung der Klotener Torfrau ins Gehäuse – 2:0 für das Heimteam.

St. Gallen drückte weiter nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel bot sich den rund 60 Zuschauern das gleiche Bild. St. Gallen beherrschte das Spiel. Die Abwehr stand sicher, im Mittelfeld funktionierte die Abstimmung, und vorne im Sturm bewegten sich die Spitzen gut. Man merkte der Equipe an, dass sie unbedingt das dritte Tor erzielen wollte. Besonders Iseli im Mittelfeld war hier die treibende Kraft, indem sie sich immer wieder in den Zweikämpfen durchsetzte, dadurch die Bälle im Mittelfeld eroberte und diese behauptete.

So kamen die St. Gallerinnen zu einigen guten Torchancen, konnten diese aber nicht verwerten. Es dauerte bis zur 74. Minute ehe der St. Galler Anhang auf der Tribüne wieder jubeln durfte. Gruber war von Fässler mit einem schönen Pass in die Tiefe geschickt worden und konnte nur noch kurz vor dem Strafraum durch ein Foul gestoppt werden.

Per Doppelschlag zur Entscheidung

Den Freistoss verwandelte Streule mit einem wuchtigen Schuss zum 3:0. Gleich eine Minute später erhöhten die St. Gallerinnen auf 4:0. Iseli hatte einen Zweikampf im Mittelfeld gewonnen, der Ball wurde dann weiter auf Gruber gespielt, und diese sah die mitgelaufene Fässler. Fässler überwand die zu weit vor dem Tor stehende Torhüterin mit einem schönen Heber und erhöhte mit ihrem zweiten Tor an diesem Tag auf den 4:0-Endstand. Nach diesem Tor passierte nicht mehr allzu viel.

Für Michèle Fehr waren es derweil die letzten 90 Minuten im Dress St. Gallens. Nach zehn Jahren verlässt sie den Verein und geht für ein Jahr ins Ausland. Die St. Gallerinnen verlieren eine engagierte Spielerin, die dem Verein lange treu blieb. Für die Ostschweizerinnen geht es am kommenden Samstag, dem 10. Juni weiter. Sie treffen auswärts auf Schlieren. Anstoss ist um 18 Uhr auf der Sportanlage Zelgli in Schlieren. Um den Abstieg aus der NLB noch zu verhindern, müssen die St. Gallerinnen auch gegen Schlieren punkten.