Auch samstags gratis parkieren

Wegen des wachsenden Pendlerstroms kann die Erweiterte Blaue Zone in St. Gallen neu auch samstags gratis genutzt werden. Grundsätzlich werden die Parkplätze aber teurer.

Sarah Schmalz
Drucken
Teilen
Auch in Winkeln kann samstags für eine Stunde gratis parkiert werden. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Auch in Winkeln kann samstags für eine Stunde gratis parkiert werden. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Die Pendlerströme in die Stadt St. Gallen haben in den letzten Jahren an Samstagen stetig zugenommen. Vor allem in den Erweiterten Blauen Zonen (EBZ) ausserhalb des Stadtzentrums hat dies laut Mitteilung der Stadt zu einer Belastung geführt. Neu gilt deshalb in allen EBZ-Sektoren: Auf den mit dem Signal «Parkieren mit Parkscheibe» gekennzeichneten Plätzen dürfen Fahrzeuge auch samstags, von 8 bis 19 Uhr, während einer Stunde gratis parkiert werden.

Entsprechend des im vergangenen Jahr vom Stadtparlament verabschiedeten Richtplans soll die EBZ nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich ausgedehnt werden.

Neue Zonen in Quartieren

Konkret werden in den Gebieten Riethüsli-Oberhofstetten, Ruhsitz-Haggen-Wolfgang-Hinterberg und Moos-Engelwies-Bruggen neue Erweiterte Blaue Zonen eingeführt.

Für das Parkieren über einen längeren Zeitraum sind weiterhin kostenpflichtige Bewilligungen nötig. Tageskarten kosten derzeit acht Franken; für eine Monatskarte zahlen Pendler 128 und Anwohner 30 Franken. Die Preise für eine Tageskarte dürften allerdings in den nächsten Jahren weiter ansteigen: Nachdem mit den aktuellen Preisen der Gebührenrahmen ausgeschöpft wurde, hat das Stadtparlament kürzlich einer Erhöhung der Preisobergrenze auf zwölf Franken klar zugestimmt.

«Umsteigen muss sich lohnen»

Der Spielraum soll in absehbarer Zeit nicht genutzt werden. Eine Erhöhung des Preisrahmens sei jedoch nötig, um den Preis der Tageskarte, der von den Tarifen der öffentlichen Verkehrsbetriebe und dem Preis für eine Monatskarte abhänge, auch in Zukunft möglich sei, hält der Stadtrat fest.

Gegen die Massnahme trat im Parlament nur die SVP ein. Sie befürchtet einen raschen Preisanstieg auf zwölf Franken und monierte, man wolle das «fahrende Volk» nur ärgern, werde damit aber nichts erreichen. In den anderen Fraktionen hingegen war man sich einig: Die Erhöhung des Gebührenrahmens entspreche dem Gedanken der ÖV-Förderung. Das Umsteigen auf ein öffentliches Verkehrsmittel müsse sich für Pendler finanziell lohnen.