Auch der Fahrer des Lieferwagens ist gefunden

ST.MARGRETHEN. Neuer Ermittlungserfolg für die St.Galler Kantonspolizei im Fall des Mannes, der am 25. Oktober auf der Autobahn von zahlreichen Fahrzeugen überfahren worden ist: Sie hat den Lenker eines Lieferwagens ausfindig gemacht, dessen Radabdeckung am Unfallort zurückgeblieben war.

Daniel Walt
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Der Fahrer des gelben Smart lag nach einem Auffahrunfall aus ungeklärten Gründen auf der Fahrbahn und wurde in der Folge von zahlreichen Wagen überrollt. (Bild: Kapo SG)

Der Fahrer des gelben Smart lag nach einem Auffahrunfall aus ungeklärten Gründen auf der Fahrbahn und wurde in der Folge von zahlreichen Wagen überrollt. (Bild: Kapo SG)

Nach wie vor versucht die Polizei, möglichst viel Licht ins Dunkel rund um den schrecklichen Unfall zu bringen, der sich am Donnerstagmorgen, 25. Oktober, auf der A13 zwischen Au und St.Margrethen ereignet hat. Nachdem ein 56-jähriger Smart-Fahrer das Opfer einer Auffahrkollision geworden war, lag der Mann plötzlich aus ungeklärten Gründen auf der Fahrbahn. Er wurde in der Folge von zahlreichen Fahrzeugen überrollt. Die Polizei erliess mehrere Zeugenaufrufe, um abzuklären, wer alles über den Mann gefahren war.

Lenker stammt aus dem Rheintal
Gesucht wurde zuletzt noch nach einem Lieferwagen, dessen Radabdeckung an der Unfallstelle liegen geblieben war. Aufgrund der Medienaufrufe meldeten sich mehrere Personen, welche die Polizei auf mögliche defekte Lieferwagen aufmerksam machten, wie diese mitteilt. Am gestrigen Mittwoch nun konnte das gesuchte Fahrzeug ermittelt werden. Laut Hanspeter Krüsi, Chef Mediendienst der Kantonspolizei, stammt der Lenker des Lieferwagens aus dem St.Galler Rheintal. Er hatte die Kollision wohl bemerkt, war aber nach eigener Aussage der Meinung, über ein Tier oder einen Gegenstand gefahren zu sein. Anders als andere Unfallbeteiligte meldete sich der Mann auch nicht bei der Polizei, nachdem der Unfall publik geworden war.

17 Fahrzeuge fuhren über den Mann
Die Kantonspolizei geht davon aus, dass nun die ersten Fahrzeuge, welche den Mann überfahren haben, ermittelt sind. "Bei mittlerweile 17 Fahrzeugen ist erhärtet, dass sie über den Mann gefahren sind", so Hanspeter Krüsi. Eins von ihnen ist ein blauer Sattelschlepper, nach dem die Polizei ebenfalls gesucht hatte. Die Besitzerfirma meldete sich daraufhin sofort. Mit dem Lenker konnte die Polizei bis dato nicht reden, da er sich zunächst im Ausland befand. Die von der Polizei zusammengetragenen Akten gehen nun an die Staatsanwaltschaft zur juristischen Prüfung und Beurteilung. Direkt nach dem Unfall war eine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung und pflichtwidrigen Verhaltens bei einem Unfall, sprich Fahrerflucht, eingeleitet worden.

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