Auch 2016 gibt es viel zu tun

Das letzte Jahr der Legislatur 2013 bis 2016 ist angebrochen. Gestern hat der Stadtrat dargelegt, welche der gesteckten Legislaturziele erreicht werden können und welche nicht – und was es in diesem Jahr sonst noch zu tun gibt.

David Gadze
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In diesem Jahr werden verschiedene Gassen in der Altstadt neu gepflästert, darunter auch die Neugasse. (Archivbild: Urs Bucher)

In diesem Jahr werden verschiedene Gassen in der Altstadt neu gepflästert, darunter auch die Neugasse. (Archivbild: Urs Bucher)

Für die erfolgreiche Entwicklung der Stadt St. Gallen verfolgt der Stadtrat die «Vision 2020». Diese basiert auf acht strategischen Handlungsfeldern, aus denen sich wiederum verschiedene Legislaturziele ableiten. Gestern zog der Stadtrat Zwischenbilanz und gab einen Ausblick auf die Schwerpunkte im letzten Jahr der Legislatur 2013 bis 2016.

Weichen für die Zukunft stellen

Der Stadtrat sei bei seinen Legislatur- und Jahreszielen «grösstenteils auf Kurs», sagte Stadtpräsident Thomas Scheitlin. In der Direktion Inneres und Finanzen sollen aber bereits in diesem Jahr die Weichen für die Zukunft gestellt werden: Geplant sind eine Vision sowie die strategischen Handlungsfelder 2030 für die Weiterentwicklung der Stadt. Ausserdem stünden unter anderem die Eröffnung des Innovationszentrums Feld3 sowie die Überarbeitung der städtischen Kongressstrategie auf dem Programm, sagte Scheitlin.

Rund 80 Asylsuchende erwartet

Die Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden werde weiterhin eine Herausforderung bleiben, sagte Stadtrat Nino Cozzio von der Direktion Soziales und Sicherheit. Bis Ende April dürften dem Kanton rund 800 Asylsuchende zugewiesen werden, etwa ein Zehntel davon kommt nach St. Gallen. Auch der Postulatsbericht zur Sozialhilfe soll demnächst vorliegen.

Bei den Jahreszielen nannte Cozzio auch Massnahmen zur Verbesserung der Situation für Menschen mit Demenz. In der Schweiz werde in den kommenden Jahren eine Verdoppelung der Erkrankungen erwartet.

2016 will die Direktion Soziales und Sicherheit unter anderem ein «Pilotprojekt zur technikunterstützten Parkplatzbewirtschaftung» realisieren. Dieses soll den Suchverkehr nach oberirdischen Parkplätzen in der ganzen Stadt vermindern, analog dem Parkleitsystem für Parkhäuser. Ausserdem soll in der gesamten Altstadt eine flächendeckende Begegnungszone mit einheitlicher Verkehrsorganisation geschaffen werden – unabhängig vom neuen Marktplatz-Projekt.

Altstadtgassen neu gestalten

Die Gestaltung der Altstadt wird auch die Direktion Bau und Planung von Stadträtin Patrizia Adam in diesem Jahr beschäftigen. Die Goliathgasse, die Neugasse und die Spisergasse werden bis Ende 2016 neu gepflästert. Die Neugestaltung der Hinterlauben soll noch dieses Jahr ins Parlament kommen.

Auch die Neugestaltung des Vadianplatzes soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Ausserdem sind im Ostfriedhof Wiesengräber geplant. Angehörige können dort ohne festes Grabfeld die Asche von Verstorbenen eingraben. «Es gibt derzeit eine grosse Nachfrage nach unkonventionellen Bestattungsmöglichkeiten», sagte Adam.

Bei der Direktion Technische Betriebe stehen vor allem der Ausbau des Glasfasernetzes sowie die Erweiterung des Fernwärmenetzes im Zentrum. Noch dieses Jahr soll die Fernwärmezentrale Waldau den Betrieb aufnehmen. Stadtrat Peter Jans nannte bei den Jahreszielen den Aufbau eines Nahwärmeverbunds Hueb/Notkersegg oder die Umsetzung der Elektromobilitätsstrategie. Ausserdem sollen die weiteren Schritte für das Geothermie-Bohrloch definiert und teilweise vollzogen werden.

Neues Konzept für die Oberstufe

«Im Bildungsozean ist nicht immer Land in Sicht und der nächste Hafen oft Jahre entfernt», sagte Stadtrat Markus Buschor. 2016 sei für die Direktion Schule und Sport ein Jahr, in dem «Weichen gestellt werden». So soll unter anderem der erste Schritt für eine integrale Oberstufe gemacht werden– auch in Bezug auf die «Flade».

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