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AU: Drogenkurier ohne Führerausweis muss vor Gericht

Bei einer Kontrolle haben Grenzwächter einen Kroaten erwischt, der rund 230 Gramm Kokain mit sich führte. Gegen den Mann wird Anklage erhoben.
Erwischt wurde der Drogenkurier von Grenzwächtern im Rheintal. (Bild: Samuel Schalch)

Erwischt wurde der Drogenkurier von Grenzwächtern im Rheintal. (Bild: Samuel Schalch)

AU. Vor rund einem Jahr, am 10. November 2015, kontrollierten Grenzwächter Anfang Nachmittag beim Grenzübergang Au einen 37-jährigen Kroaten. Der Mann, der in die Schweiz einreisen wollte, wies sich unter anderem mit einem gefälschten Führerausweis aus. Zudem bestand gegen ihn eine Einreisesperre. Unter dem Fahrersitz fanden Spezialisten des Grenzwachtkorps in der Folge ein Paket - es enthielt 229 Gramm Kokain mit einem Reinheitsgehalt von rund 74 Prozent, wie die St.Galler Staatsanwaltschaft meldet.

Der Beschuldigte ist gemäss der Mitteilung geständig: Er wusste, dass es sich beim Paketinhalt um Kokain handelte. Der Mann habe das Kokain von einer Person in der Region Bregenz/Lustenau übernommen und den Stoff nach Zürich transportieren wollen, wie die Staatsanwaltschaft schreibt. Weitere Abklärungen ergaben, dass der Mann keinen gültigen Führerausweis besitzt und sich trotz einer Einreisesperre mehrfach in der Schweiz aufhielt.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat beim Kreisgericht Rheintal Anklage wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, Fälschung von Ausweisen, mehrfacher rechtswidrigen Einreise, mehrfachen rechtswidrigen Aufenthalts und Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweises erhoben. Für den Mann, der sich seit dem 2. Mai 2016 im vorzeitigen Strafvollzug befindet, wird eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten beantragt, wobei 14 Monate zu vollziehen seien - der Rest soll bei einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben werden. Zudem soll der Beschuldigte gemäss der Anklage eine Busse von 200 Franken bezahlen und die Kosten des Verfahrens tragen. (pd/red.)

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