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ASYLGESUCH ABGEWIESEN: Tödliche Messerstiche in Mels: Täter konnte nicht ausgeschafft werden

Der 33-jährige Algerier, der vor einer Woche in einer Asylunterkunft einen Ägypter mit Stichen tödlich verletzt haben soll, sass rund 15 Monate in Ausschaffungshaft. Er konnte aber nicht ausgeschafft werden, wie die St.Galler Regierung als Antwort auf einen dringlichen Vorstoss schreibt.
Immer wieder scheitern Ausschaffungen, weil sich Asylsuchende renitent verhalten. (Bild: WALTER BIERI (KEYSTONE))

Immer wieder scheitern Ausschaffungen, weil sich Asylsuchende renitent verhalten. (Bild: WALTER BIERI (KEYSTONE))

Die SVP-Fraktion des St.Galler Kantonsrats wollte unter anderem wissen, warum straffällige Asylsuchende, deren Gesuch abgelehnt wurde, nicht in "Renitenten-Zentren" untergebracht werden. Im Kanton St.Gallen gebe es keine Zentren für renitente Personen. Personen, die der Wegweisungsverfügung nicht freiwillig nachkommen und auch nicht ausgeschafft werden können, würden einem Nothilfezentrum zugewiesen, hält die St.Galler Regierung fest.

2012 erstmals straffällig geworden

Der 33-jährige Algerier, der vergangene Woche in Mels einen Ägypter erstach, ist genauso ein Fall: Der Mann reiste am 15. März 2013 illegal in die Schweiz und stellte ein Asylgesuch, das abgewiesen wurde. Er wurde aus der Schweiz weggewiesen. Später wurde er zudem straffällig.

Am 9. September 2014 - nach Entlassung aus dem Strafvollzug - wurde er in Ausschaffungshaft versetzt. Mit Unterbrüchen befand er sich rund 15 Monate in Ausschaffungs- und Durchsetzungshaft.

Pilot weigerte sich, den Mann mitzunehmen

Am 14. September 2017 sollte der Mann mit einer polizeilichen Begleitung ausgeschafft werden, hält die Regierung in ihrer Antwort weiter fest. Aufgrund seines Verhaltens im Flugzeug weigerte der Pilot sich, den Algerier im Linienflug mitzunehmen.

Das Rückübernahmeabkommen mit Algerien sehe keine Sonderflüge vor. Somit bestehe keine Möglichkeit, eine ausländische Person zwangsweise gegen ihren Willen auszuschaffen.

Ausschaffung nicht mehr absehbar

Nach der gescheiterten Ausschaffung wurde die Ausschaffungshaft, welche 18 Monate nicht überschreiten darf, nicht verlängert. "Eine Ausschaffung war nicht mehr absehbar", schreibt die Regierung.

Der Algerier wurde dem Nothilfezentrum in Mels zugewiesen. Am vergangenen Dienstag, kurz nach 11.30 Uhr, kam es in der Unterkunft zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen dem 33-Jährigen und einem 39-jährigen Ägypter.

Der Ägypter erlag im Spital seinen schweren Stichverletzungen. Die Polizei spürte den mutmasslichen Täter im Dorfzentrum von Mels auf und nahm ihn fest. Der Algerier ist der Polizei wegen Vermögensdelikten bekannt. (sda)

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