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Arsenal bestellt den Kunstrasen

Im Herbst testeten Vertreter von Arsenal London den Kunstrasen in Wittenbach – und waren begeistert. Inzwischen haben die Engländer den Rasen bestellt. Eine letzte Herausforderung wird nun der Transport.
Corinne Allenspach
Andries Jonker, Juniorenchef von Arsenal, testete im Herbst den Kunstrasen in Wittenbach gleich selber. (Bild: pd)

Andries Jonker, Juniorenchef von Arsenal, testete im Herbst den Kunstrasen in Wittenbach gleich selber. (Bild: pd)

Es geschah alles in geheimer Mission. Ende September testeten Vertreter des Spitzenfussballvereins Arsenal London mehrere Kunstrasenplätze in der Ostschweiz. Darunter auch jenen im Grüntal in Wittenbach. Wobei die Engländer ausdrücklich darauf bestanden, dass keine Presse vor Ort ist. Auf Nachfrage bestätigte aber Andreas Tischhauser, Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Tisca Tiara, die den Rasen in ihrem Werk in Urnäsch produzierte, dass die Engländer vom Kunstrasen in Wittenbach begeistert waren (Tagblatt vom 3. Oktober). Als «mit Abstand besten Rasen» betitelten sie ihn.

Direkt neben Emirates Stadion

Offenbar keine leeren Worte, wie sich jetzt zeigt. «Ein erstes Kunstrasenfeld ist bestellt», bestätigt Tischhauser. 1300 Quadratmeter Kunstrasen erhalten die Engländer in Kürze, verwendet werde er in der Halle direkt neben dem berühmten Emirates Stadion in London, das über 60 000 Zuschauer fasst. Mit Podolski, Özil und Mertesacker spielen dort gleich drei Stars aus dem deutschen Weltmeisterteam. «Für uns ist das natürlich eine schöne Referenz, einen solchen Spitzenclub beliefern zu können», freut sich Tischhauser.

Premiere in England

Zwar sei der bestellte Rasen fürs Indoor-Feld etwa sechsmal kleiner als jener in Wittenbach, aber Tischhauser sieht die Bestellung als «Türöffner». Arsenal habe bereits angetönt, dass noch weitere Kunstrasenfelder benötigt würden. Und immerhin sei es «in ganz England der erste Schweizer Kunstrasen, der zum Einsatz kommt». Entwickelt wurde der sogenannte Appenzeller Rasen zusammen mit der Empa St. Gallen. Mit dem Ziel der Tisca Tiara, «den optimalen Fussballrasen» herzustellen. Der Kunstrasen besteht wie Naturrasen aus Halmen. Jeder Halm wiederum besteht aus zwei Kunststoffen: widerstandsfähigem Polyamid im Kern und hautfreundlichem Polyethylen aussen. Nebst Wittenbach spielen in der Region auch Herisau, Thal und die Fussballschule Bürglen (TG) auf diesem Kunstrasen.

Heute Dienstag trifft sich Tischhauser in London nochmals mit Vertretern von Arsenal, um letzte Details zu klären. Geliefert werden soll der Kunstrasen etwa Mitte Januar.

Mit Schiff und Lastwagen

Noch stelle der Transport der grossen Rasenrollen nach London einige Herausforderungen dar. Weil Meer dazwischen liege, seien Schiff und Lastwagen nötig. Zudem sei es schwierig, direkt vors Emirates Stadion zu fahren. Denn an Spieltagen und kurz davor sei die Umgebung für den Verkehr komplett gesperrt.

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