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ARNEGG: Das Zünglein an der Waage

Welche Projekte beschäftigen das Dorf künftig? Auf diese Frage ging die Dorfkorporation an ihrer Bürgerversammlung näher ein. Vor allem die Anbindung an den öffentlichen Verkehr gab dabei zu reden.
Der geplante Halbstundentakt für Arnegg steht aus finanziellen Gründen auf der Kippe. (Bild: Reto Martin)

Der geplante Halbstundentakt für Arnegg steht aus finanziellen Gründen auf der Kippe. (Bild: Reto Martin)

«Arnegg weist grosses Entwicklungspotenzial auf.» Darüber ist sich Markus Giger, Präsident der Dorfkorporation Arnegg, im Klaren. Man müsse die Ressourcen nutzen und in die Zukunft investieren. Als Beispiel nannte er an der Bürgerversammlung vom Montag die grüne Wiese neben dem Volleyballfeld. Falls die Schule Andwil-Arnegg in den nächsten Jahren mehr Raum brauche, wäre dort Bauland verfügbar. «Es wäre auch eine Option, welche als Standort für eine eigene Arnegger Schule dienen könnte», sagte Giger.

Er kam auch auf Engpässe in Arnegg zu reden, wie etwa jener im Bereich der Bahngleise an der Bächigenstrasse. Dieser sei vergleichbar mit einem Nadelöhr, das von Fussgängern, Autofahrern, Pendlern und Velofahrern genutzt werde. Eine Unterführung wurde jedoch vom Stadtrat bachab geschickt –aus Kostengründen. «Mit fast zwei Millionen Franken war das Kosten-Nutzenverhältnis nicht gegeben», hielt Stadtpräsident Alex Brühwiler fest. Trotz aller Zweifel will die Dorfkorporation das Vorhaben nicht einfach abhaken, vielmehr werde man mit dem Stadtrat nach Lösungen suchen.

Einsprache blockiert Vorhaben

Einen langen Atem brauche es auch im Hinblick auf das Hälg-Areal. Hier befinde man sich in einem Umzonungsverfahren, welches jedoch durch Einsprachen blockiert sei. Anschliessend sei für das Projekt ein Sondernutzungsplan nötig. Im nächsten Jahr –oder sogar noch später– nannte Brühwiler einen Termin, bis die geplante Überbauung mit den Mehrfamilienhäusern in Angriff genommen werden könne. Zu reden gab bei den rund 70 Anwesenden besonders die Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Der geplante Halbstundentakt, welcher im Dezember 2018 realisiert werden sollte, steht laut Brühwiler nämlich auf der Kippe. Mit den involvierten Gemeinden und Kanton überprüfe man nun die Finanzierung. Diese spielt nämlich auch hier das Zünglein an der Waage. Es sei mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 200 000 Franken zu rechnen, so Brühwiler. Auch einige Bürger appellierten daran, das Vorhaben umzusetzen. Die Stadt müsse hier Druck machen, betonte ein Anwohner. «Gerade zu Stosszeiten ist der Bus völlig überlaufen.» Ein anderer Bürger warf ein, die Option zu prüfen, Waldkirch ins Boot zu holen. Eine Anbindung in Arnegg sei schliesslich auch für Waldkircher ein Vorteil. Allzu viel Zeit bleibt den Verantwortlichen nicht mehr, sich für den Halbstundentakt stark zu machen. Brühwiler betonte: «Uns ist durchaus bewusst, dass es höchste Zeit ist, den Halbstundentakt zu realisieren.» (mbr)

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