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ARNEGG: Blick in die Kiesgrube

Seit einem Jahr steht in der Kiesgrube Stöcklen in Arnegg eine neue Kieswaschanlage. Diese und das Betonwerk können morgen besichtigt werden.
Nina Rudnicki
Die Produktionsabläufe der neuen Kieswaschanlage in Arnegg werden am Tag der offenen Tür erklärt. (Bild: PD)

Die Produktionsabläufe der neuen Kieswaschanlage in Arnegg werden am Tag der offenen Tür erklärt. (Bild: PD)

Nina Rudnicki

redaktiongo@tagblatt.ch

«Viele Personen fragen sich wahrscheinlich: Was machen die da unten in der Kiesgrube überhaupt», sagt Werner Schönauer von der Hastag St. Gallen Bau AG. Daher lädt das Unternehmen alle Interessierten morgen Samstag zu einem Tag der offenen Tür im Betonwerk Gossau und in der Kiesgrube Stöcklen in Arnegg ein. In Letzterer ist seit Herbst 2016 eine neue Kieswaschanlage in Betrieb. Nun soll den Besuchern ein Blick in das Innere der Grube und die laufende Anlage gewährt werden. «Denn normalerweise sieht man als Passant ja nur Lastwagen in und aus der Grube fahren», sagt er. Die neue Anlage umfasst eine Kieswaschanlage mit Schwertwäsche sowie eine integrierte Kläranlage und Schlammaufbereitung. Produktionsgrundlagen bilden einerseits zugeführtes, kieshaltiges Aushubmaterial und andererseits das in der Grube abgebaute Nagelfluhmaterial, welches gesprengt wird. Das Endprodukt ist ungebundenes Kiesgemisch. Dieses wird entweder für den Strassenbau oder als Betonkomponenten für die Herstellung von Beton ­benötigt. 30 bis 40 mit Kies be­ladene Lastwagen verlassen die Grube pro Tag bei Vollbetrieb, was einer Menge von 500 Kubikmetern entspricht.

Alles zur Herstellung des Betons erfahren

Morgen, am Tag der offenen Tür, bringt ein Shuttlebus die Besucher vom Betonwerk in Gossau direkt in die Grube hinunter. Dort werden ihnen während einer Führung alle Stationen und Details der Anlage erklärt. Sie erfahren zudem, wie der Arbeitsalltag der beiden Kieswerk-Mitarbeiter aussieht. Diese sind unter anderem dafür zuständig, die Prozesse zu überwachen, das Kiesmaterial auf die Kieswaschanlage aufzugeben, das Verladen des Kies­materials zu koordinieren und die Filterkuchen zu entsorgen, die als Nebenprodukt aus dem Waschprozess entstehen. Bei den Filterkuchen handelt es sich um filtrierten und gepressten Kieswaschschlamm. Sie werden in der neuen, modernen Schlammwasseraufbereitungsanlage hergestellt. In der Anlage wird das Waschwasser gereinigt und in einem geschlossenen Kreislauf wiederverwendet. Zudem kann mit der neuen Anlage Bohrschlamm von den Erdwärme­bohrungen an­genommen und entsorgt werden. Die so ent­standenen 2,5 Zentimeter dicken Filterkuchen werden in der Wiederauffüllung der ­Grube eingebaut. Bevor es solche neuen Anlagen gab, habe man das Schlammwasser über so­genannte Schlammweier ab­setzen lassen, erklärt Schönauer. «Allerdings verursachten diese Schlammweiher immer wieder grössere Probleme im Bezug auf die Wiederaufüllungsarbeiten der Grube.»

Nach dem Rundgang durch die Kiesgrube bringt der Shuttle die Besucher wieder zurück zum Betonwerk. Dort wird nebst der Besichtigungsmöglichkeit des neuen Betonwerkes eine Festwirtschaft betrieben. Zudem können Kinder ihre Fähigkeiten an Kinderbaggern testen. Anders als im Kieswerk können die Besucher das neue Betonwerk auf eigene Faust besichtigen. Eindrücklich sind etwa die zwei 30 Meter hohen Kies-Silos, in denen bis zu 3500 Tonnen Kies lagern.

Tag der offenen Tür

Morgen Sa, 10–15 Uhr, Betonwerk Gossau und Kiesgrube Stöcklen

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