Armee an der Ostgrenze im Einsatz

BUCHS. Um die Kantonspolizei St. Gallen und das Grenzwachtkorps an der Ostgrenze zu entlasten, hat das Staatssekretariat für Migration die Armee um Unterstützung gebeten. «Schweizer Armee rückt an die Grenze aus», titelte darauf «20 Minuten» auf ihrem Onlineportal.

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BUCHS. Um die Kantonspolizei St. Gallen und das Grenzwachtkorps an der Ostgrenze zu entlasten, hat das Staatssekretariat für Migration die Armee um Unterstützung gebeten. «Schweizer Armee rückt an die Grenze aus», titelte darauf «20 Minuten» auf ihrem Onlineportal. Die Überschrift suggeriert, was gewisse politische Kreise seit Monaten fordern: Die Armee soll die Grenze bewachen.

Walter Frik, Mediensprecher der Schweizer Armee, winkt aber ab: «Wir haben weder die Hauptverantwortung, noch bewachen wir die Grenze zu Österreich. Dass aber Schweizer Armeeangehörige in Buchs tätig sind, bestätigt Frik. «Auf Anfrage des Staatssekretariats für Migration (SEM) sind wir mit sechs Armeefahrzeugen und den entsprechenden Fahrern vor Ort.» Die Aufgabe der Armee in Buchs sei der Transport von Asylsuchenden vom Bahnhof Buchs in das Empfangszentrum des Bundes in Altstätten «sowie in weitere Unterkünfte».

Wegen der steigenden Flüchtlingszahlen an der Ostgrenze steht nun zusätzlich zu den Zivilschutzanlagen in Gams und Sevelen auch die Zivilschutzanlage in Diepoldsau für die Erstunterbringung bereit. Gestern wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und ein Zaun zum Oberstufenzentrum aufgestellt. Die Anlage bietet Platz für 100 Personen. Dass es nötig werden könnte, die Anlage in Diepoldsau zu öffnen, zeichnete sich unlängst ab, als die Gamser Anlage eröffnet wurde. Das Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten mit 270 Plätzen ist derzeit überlastet. (tn/red.)