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AREALENTWICKLUNG IN ST.GALLEN: Planung beim Bahnhof Nord ist noch lange nicht fertig

Die Testplanung für das Areal Hauptbahnhof Nord war nur ein Zwischenschritt zu dessen Neugestaltung. Jetzt muss die Stadt das Konzept konkretisieren. Bis zur Umsetzung ist es ein weiter Weg.
David Gadze
Ob auf dem Parkplatz zwischen Lokremise und Fachhochschule ein Hochhaus entsteht, ist völlig offen. (Bild: Urs Bucher)

Ob auf dem Parkplatz zwischen Lokremise und Fachhochschule ein Hochhaus entsteht, ist völlig offen. (Bild: Urs Bucher)

David Gadze

david.gadze@tagblatt.ch

Die Stadt will das Areal Hauptbahnhof Nord in den kommenden Jahren entwickeln. Die Synthese der Testplanung sieht unter anderem ein Hochhaus auf dem Parkplatz zwischen Fachhochschule und Lokremise und weitere Neubauten vor (Tagblatt vom 29. und 30. November). Dies ist jedoch nicht das präzise Bild des zukünftigen Areals, die Synthese kein Bauprojekt. «Das Ergebnis ist ein Konzept, eine Strategie für die Entwicklung des Gebiets», sagt Florian Kessler, Leiter des Stadtplanungsamts. Und der Weg bis zur Realisierung dieses Konzepts ist ein weiter, Abweichungen sind möglich.

Anfang 2017 wird das Stadtplanungsamt eine Empfehlung an den Stadtrat abgeben, basierend auf der Testplanung sowie den Rückmeldungen der Bevölkerung und der Anspruchgruppen am Ergebnisforum von Ende November. Dieser fällt voraussichtlich im ersten Quartal 2017 einen Entscheid über das weitere Vorgehen. «Der Stadtrat wird die Ergebnisse der Testplanung beraten und voraussichtlich über verschiedene Themenbereiche bezüglich des weiteren Vorgehens entscheiden können», sagt Kessler. Konkreter will sich der Stadtplaner nicht äussern, um nichts vorwegzunehmen.

Gespräche, Verträge und öffentlich-rechtliche Regeln

Wesentlich bei der Gestaltung des zukünftigen Bildes des Areals Hauptbahnhof Nord wird der Dialog mit den vielen verschiedenen Grundeigentümern sein, die in die Planung und Entwicklung involviert werden müssen. Allein aus der Synthese lässt sich herauslesen, dass es viele Gespräche brauchen wird. Grundeigentümer sind der Kanton St. Gallen (Fachhochschule, Lokremise, SBB-Parkplatz, Haus Montana), eine Eigentümergemeinschaft (Fläche hinter dem Haus Montana), die Visana AG (Haus Rosenbergstrasse 51), die Swisscanto («St. Leopard»), die HRS (Villa Wiesental), die Grundeigentümer entlang der Rosenbergstrasse und andere. Sie waren in den partizipativen Prozess ebenfalls eingebunden und teilweise im Beurteilungsgremium der Testplanung vertreten.

Doch wie will die Stadt sicherstellen, dass am Ende nicht jeder Grundeigentümer eigene Projekte verwirklicht? Oder dass nicht Investoren aufgrund ihrer Renditevorstellungen das Ergebnis diktieren? Sollte die Stadt ihr Land im Baurecht abgeben, werde sie die Rahmenbedingungen in den Verträgen festhalten, sagt Kessler. Ein anderes Instrument seien etwa Sondernutzungspläne. Welche Elemente wo zweckmässig oder nötig seien, sei noch ­offen. «Eine Pflicht zum Bauen gibt es nicht», sagt Kessler. Die Grundeigentümer könnten aber auch nicht alleine bestimmen, was gebaut werde. Eine Grobbeurteilung des Konzepts durch einen Ökonomie-Fachexperten im Rahmen der Testplanung habe jedenfalls ergeben, dass die im Konzept vorgesehene Bebauung unter ökonomischen Gesichtspunkten realisierbar sei.

Umsetzung in mehreren Schritten

Wie realistisch ist es also, dass das Areal Hauptbahnhof Nord dereinst in groben Zügen so aussehen wird wie in der Synthese? Diese Frage lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten, sagt Stadtplaner Florian Kessler. «Für die Entwicklung eines Stadtteils ist es wichtig, eine räumliche Vorstellung des zukünftigen Bildes zu haben und davon, was wo möglich und ­gewünscht ist.» Eine bauliche Umsetzung werde sich zeitlich staffeln und verschiedene ­Teil­gebiete enthalten. Eine Konkretisierung über Projektwettbewerbe sei dafür ein zielführendes Vorgehen. «Es ist klar, dass es vom Konzept zum fertigen Projekt zu Anpassungen kommen kann.» Wie stark diese Ergebnisse vom Konzept abweichen werden, hänge auch davon ab, welche Vorgaben für einen Wettbewerb gesetzt werden. «Wir wollen jedenfalls eine Gesamtentwicklung, kein Mosaik.»

www.stadtsg.ch/bhfnord

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