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«Areal ist eine Riesenchance»

In den nächsten Jahren wird sich im Lerchenfeld rund um die Empa Neues entwickeln. So soll hier ein Standort des nationalen Innovationsparks entstehen. Ein Landverkauf könnte diesen Plänen jetzt zusätzlichen Schub verleihen.
Reto Voneschen
Der Haupteingang der Tagblatt-Liegenschaft an der Fürstenlandstrasse 122 in St. Gallen. (Bild: Reto Martin)

Der Haupteingang der Tagblatt-Liegenschaft an der Fürstenlandstrasse 122 in St. Gallen. (Bild: Reto Martin)

Seit 1967 haben die heutigen «Tagblatt Medien», die auch das St. Galler Tagblatt herausgeben, ihren Hauptsitz an der Fürstenlandstrasse 122 in St. Gallen. Hier sind die Print-Redaktionen der Gruppe und Teile der Administration untergebracht. Das dürfte sich allerdings in absehbarer Zeit ändern.

Regional gut verankerter Käufer

Auf 1. Januar 2014 haben die «Tagblatt Medien» nämlich diese Liegenschaft verkauft. Neuer Eigentümer ist die Gartenhof-Verwaltung aus St. Gallen. Er sei sehr befriedigt, dass damit für die Liegenschaft ein regional und lokal gut verankerter neuer Eigentümer habe gefunden werden können. Das sei ihm persönlich ein grosses Anliegen gewesen, sagt Tagblatt-Geschäftsführer Daniel Ehrat.

Für den Verkauf der Fürstenlandstrasse 122 gab es verschiedene Gründe. Seit dem Auszug der Swiss Printers lastet die Tagblatt-Gruppe die Liegenschaft weniger als zur Hälfte aus. Die nicht mehr benötigten Räume wurden an Dritte vermietet. In den nächsten Jahren sind nun aber gemäss Daniel Ehrat im bestehenden Gebäude auch noch Investitionen in die Bausubstanz nötig.

Die «Tagblatt Medien» wollten ganz klar nicht zum Immobilien-Entwickler oder -Verwalter werden. Der Gruppe gehe es mittelfristig einzig um die Bereitstellung von Raum für den Eigenbedarf. Da derzeit die Preise auf dem Immobilienmarkt gut seien, habe man sich daher zum Verkauf entschlossen. In den letzten anderthalb bis zwei Jahren habe man dieses Geschäft eingefädelt und jetzt auch abgeschlossen, sagt Daniel Ehrat.

Neuer Standort gesucht

Nach dem Verkauf des bisherigen Hauptsitzes wollen die «Tagblatt Medien» in den nächsten ein bis zwei Jahren einen neuen Standort suchen. Dafür würden verschiedenste Optionen geprüft, hält Daniel Ehrat fest. Ziel ist es, an diesem neuen Standort die ganze Gruppe, also auch Radio und Fernsehen, zusammenzufassen.

Für diese Evaluation steht die Gruppe nicht unter Zeitdruck. Mindestens vier Jahre bleibt das Tagblatt noch an der Fürstenlandstrasse 122 eingemietet. Ist der neue Standort bis dann nicht bezugsbereit, besteht die Möglichkeit, den Mietvertrag an diesem Ort zu verlängern.

Standort für Innovationspark?

Was aber heisst die Handänderung für die hochfliegenden Pläne, in der Nachbarschaft der Empa ein Ostschweizer Innovationszentrum zu schaffen? Herzstück soll ein Technologiepark und ein Netzwerk-Standort des nationalen Innovationsparks sein. Eine 2013 vorgestellte Machbarkeitsstudie nennt als mögliche Unterbringungsmöglichkeit für den Netzwerk-Standort ausdrücklich die heutige Tagblatt-Liegenschaft. In der Studie ist sogar sehr offen die Rede davon, dass es ohne diese Möglichkeit fürs Projekt, bei dem St. Gallen schweizweit im Wettbewerb mit anderen Standorten steht, sehr eng werden könnte.

Mit dem Verkauf der Tagblatt-Liegenschaft sei für das Projekt des Innovationsparks keine Tür zugegangen, betonte gestern auf Anfrage Isabel Schorer von der städtischen Standortförderung. Im Gegenteil: Der neue Eigentümer sei völlig offen für Neues und für innovative Ideen zur mittel- und langfristigen Nutzung der heutigen Tagblatt-Liegenschaft. Das Areal habe sehr viel Entwicklungspotenzial und sei so eine Riesenchance für Stadt und Region St. Gallen. Eine Arbeitsgruppe sei bereits daran zu prüfen, wie der künftige Innovationsstandort darauf aussehen könnte. In diese Abklärungen involviert seien neben dem neuen Grundeigentümer und der Stadt auch die Empa und das Technologiezentrum Bodensee (Tebo) sowie die Universität St. Gallen.

Verzögerungen vermieden

Dass die Stadt St. Gallen die Tagblatt-Liegenschaft nicht selber gekauft hat, begründet Isabel Schorer einerseits mit dem Zustand der Stadtkasse. Anderseits habe man rasch gesehen, dass die direktdemokratischen Verfahren zum Erwerb einer solchen Liegenschaft durch die öffentliche Hand relativ viel Zeit in Anspruch genommen hätten und auch mit politischen Unsicherheiten behaftet gewesen wären. Angesichts der knappen Zeitverhältnisse bei der Bewerbung für den Netzwerk-Standort des nationalen Innovationsparks sei der raschere privatwirtschaftliche Handwechsel für dieses wichtige Projekt sicher von Vorteil. So komme es dadurch zu keinen Verzögerungen, sagt Isabel Schorer.

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