Areal Bruggen: Spitex zieht sich zurück

Auf dem Gelände der Kirchgemeinde Straubenzell in Bruggen entsteht kein Spitex-Stützpunkt. Der Gönnerverein Spitex-West hat daran kein Interesse mehr.

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Vor einem Jahr hatte die Vorsteherschaft der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Straubenzell grünes Licht erhalten, die Diskussion um eine bessere Nutzung ihres Geländes in Bruggen fortzusetzen. Bei dem Thema hat es jetzt einschneidende Veränderungen gegeben. Die Spitex-West ist nicht mehr interessiert, auf dem Grundstück einen Stützpunkt zu errichten: Aufgrund des Platzmangels brauche die Spitex eine schnellere Lösung als es auf dem Areal möglich sei, wurde an der Kirchgemeindeversammlung begründet.

Projekt überdenken

Auf dem Areal in Bruggen befinden sich die Kirche, das Pfarrhaus, ein Haus mit Alterswohnungen und ein Schrebergarten. Die Vorsteherschaft entschloss sich schon vor längerer Zeit, über eine bessere Nutzung des Grundstückes nachzudenken und setzte eine Arbeitsgruppe ein. Diese präsentierte ein mögliches Projekt, das einen Neubau anstelle des Schrebergartens und des Gebäudes mit den Alterswohnungen vorsah. Geplant war eine gemischte Nutzung: Denkbar wären der grössere Stützpunkt für die Spitex-West, eine Kinderkrippe, betreutes Wohnen und Büros für die Pfarrei gewesen.

Ende März brach nun die Spitex-West die Gespräche ab, weil sie für ihren akuten Platzmangel eine rasche Lösung braucht. Die Kirchgemeinde könne das Projekt nicht im gewünschten Tempo vorantreiben, da sie nicht zuletzt die Zustimmung der Kirchbürgerschaft benötige, erklärte Annina Policante-Schön. Die Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft Straubenzell betonte auch, dass die bisherigen Abklärungen nicht umsonst seien. Die Arbeitsgruppe könne jetzt das Projekt in aller Ruhe überdenken. Nach wie vor sei das Ziel, das Areal nicht über lange Jahre brachliegen zu lassen.

Steuerfuss bleibt unverändert

Die Versammlung vom Sonntag, an der rund 80 Stimmberechtigte teilnahmen, genehmigte die Jahresrechnung 2010 ohne Diskussion. Sie schliesst mit einem Rückschlag von rund 97 000 Franken. Das Budget hatte ein Minus von 359 400 Franken vorgesehen. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 26 Prozent. Am Schluss informierte Annina Policante-Schön über die Frage, ob in der Kirche Bruggen Stühle oder Bänke als Sitzgelegenheit dienen sollen. Da sich die regelmässigen Gottesdienst-Besucher für Bänke ausgesprochen hätten, verzichte man auf die Stühle. Ein Architekt überprüfe, wie die Möblierung in der Kirche ästhetisch und praktisch am besten gelöst werde. (cis)