Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

ARBON: Puff im Park: Stadt greift durch

Jetzt ist genug! Nachdem sich die Zustände im Jakob-Züllig-Park mit nächtlichen Besäufnissen und Lärmbelästigungen nicht gebessert haben, erlässt der Stadtrat eine Arealordnung. Das könnte Signalwirkung haben.
Max Eichenberger
Gepflegt, idyllisch tagsüber: Der Jakob-Züllig-Park. Der Stadtrat erliess Arealordnung. (Bild: Max Eichenberger)

Gepflegt, idyllisch tagsüber: Der Jakob-Züllig-Park. Der Stadtrat erliess Arealordnung. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

redaktionot

@tagblatt.ch

Im letzten Sommer sind die Probleme akut geworden, in diesem Frühjahr sind sie wieder aufgeflammt. «Jetzt legen wir einen Zacken zu», sagt Peter Wenk, Leiter der Abteilung Einwohner und Sicherheit. Wellenförmig gibt es in Arbon wechselnde Hotspots, wo sich jeweils Jugendliche zusammenrotten und über die Stränge hauen. Neuerdings ist Wenk zufolge der Jakob-Züllig-Park am Saurer-Quai die Problemzone Nummer eins. Aus den Securitas-Rapporten sei ersichtlich, dass es dort öfters an Wochenenden ein «Riesenpuff» gebe. Jugendliche und junge Erwachsene konsumieren bis in alle Nacht Alkohol und dröhnen mit ihren mobilen Musikanlagen die Anwohner zu, die um den Schlaf gebracht werden. Bitten diese um Ruhe, müssen sie Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Auch gegenüber der Polizei und der Securitas verhielten sich «gewisse Personengruppen» wenig kooperativ, schildert Wenk. «Je höher der Alkoholpegel, desto lauter werden die Tonträger hoch­ geschraubt.» Nach den exzessiven Gelagen würden Abfall, Leergut und Scherben von zerschlagenen Flaschen liegen gelassen.

Die Massnahme könnte Schule machen

Das bringt auch die Werkhofmitarbeiter auf die Palme, die aufräumen müssen. «Um im Park für Ordnung zu sorgen, war oft ein unverhältnismässig grosser Zeitaufwand nötig», sagt Wenk. Im Sommer habe dort fast täglich sauber gemacht werden müssen.

Attraktiv sei für die Jugendlichen der halboffene gedeckte Musikpavillon. Unter Dach gehe dort auch die Post ab, wenn es regnet. Pikant: keine hundert Meter entfernt, an der Bahnhofstrasse, befindet sich der Polizei-Posten. An Wochenenden, wenn die regionalen Polizeistreifen unterwegs sind, ist dieser aber nicht besetzt. Hatte vorher die Securitas-Patrouille beschränkte Möglichkeiten, so kann sie nach dem Erlass künftig Leute, die gegen die Arealordnung verstossen, auch wegweisen. Und bei Widerstand um Polizeiunterstützung nachsuchen. Jugendliche seien heute so selbstbewusst, dass sie bei Vorhalten nach der Rechtsgrundlage fragen, sagt Wenk: «Mit der Tafel, die installiert wird, ist das klar kommuniziert.»

An Wochenenden sind auf Arboner Stadtgebiet teils Doppelpatrouillen im Einsatz. Die Revier-Patrouille in Zweierbesetzung ist zwischen April und den Herbstferien in der Freitag- und Samstagnacht unterwegs; der Revierdienst 365 Tage zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten – dies laut Wenk «nach dem Zufallsprinzip», um wenig berechenbar zu sein.

Die neue Arealordnung im Jakob-Züllig-Park könnte Schule machen, sollte man sich andernorts ähnlichen Problemen gegenübersehen, erhofft sich Wenk von der Massnahme Signalwirkung. Sie soll insbesondere die Lebensqualität der Anwohner schützen.

Sein Augenmerk ist jetzt, wenn wieder Saison ist, auf die Seeparkwiese und das Geröllufer gerichtet. Littering ist dort das eine Problem; ein zunehmendes ist ebenfalls die Störung der Nachtruhe, obwohl sich die nächsten Wohnhäuser in 200 Metern Entfernung befinden. «Moderne mobile Musikanlagen sind so leistungsstark und laut», weiss Wenk, «dass man sie an der Werftstrasse störend vernimmt.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.