ARBON: «Die Wunderbar bleibt wunderbar»

Eva Maron hört nach sieben Jahren auf. Die Gründerin der «Wunderbar» sagt, sie möchte nicht jeden Tag aufstehen mit dem Ziel, Cappuccino zu machen.

Drucken
Teilen
Zeit, Adieu zu sagen: So hat sich Eva Maron von den Gästen verabschiedet. (Bild: PD)

Zeit, Adieu zu sagen: So hat sich Eva Maron von den Gästen verabschiedet. (Bild: PD)

«Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, am Ende einen Neuanfang.» Mit diesen Worten verabschiedete sich Eva Maron auf Facebook. Die «Wunderbar»-Macherin (WuBa) hört nach sieben Jahren auf. Freunde und Gäste reagierten mit traurigen Smileys und Kommentaren sowie mit guten Wünschen für die Zukunft.

Lange hörte man von Maron nichts. Nun stellt sie in einem Interview als Allererstes klar: «Es gibt kein Aus.» Auch keine wesentlichen Veränderungen stünden an in der WuBa. Die jetzige Gruppe um Geschäftspartnerin Simone Siegmann führe Bar und Hotel nach dem bisherigen Konzept weiter. Die Verantwortlichen bei den ZiK Immobilien hätten noch kein neues Projekt vorgelegt, um das Areal rund um die ehemalige Firma Saurer zu entwickeln, was wie vereinbart ein Ende zur Folge hätte. Jahrelang habe sie sich in die gleiche Richtung bewegt, sagt Maron. «Wie das halt so ist bei Start-ups.» Jetzt, da sich die Firma etabliert habe und sie recht gut laufe, sei ihr langweilig. «Es braucht mich nicht mehr wahnsinnig. Und ich mag morgens nicht aufstehen, um einen Cappuccino rauszulassen.» Was ihr einst den Drive gegeben habe, sei zum Alltag geworden. Schon als Schauspielerin habe sie das gehabt: «Die Aufgaben wurden Routine. Und an diesem Punkt ist es für mich moralisch nicht mehr in Ordnung, weiterzumachen wie zuvor.» Sie brauche die Identifikation, sie brauche ein Ziel. Aufhören sei deshalb die logische Konsequenz.

Das mache sie schon traurig, sagt Maron. «Schliesslich ist die WuBa mein Baby.» Sie wisse es jedoch mit dem Team in guten Händen. Darum könne sie mit einem guten Gefühl gehen. «Meine Handschrift bleibt ja erhalten.» Kurzum: Die WuBa sei immer noch wunderbar.

Einen Plan für die Zukunft habe sie noch nicht. Sie kann sich eine gestalterische Weiterbildung an der Zürcher Hochschule für Künste vorstellen oder etwas im Bereich Gastronomie. «Mein Traum wäre es, ein Konzept für den ‹Anker› in Rorschach zu entwerfen. Er steht seit Jahren leer.» Man werde sehen. Es sei ihr in jedem Fall ein Anliegen, die hiesige Hotellerie zu fördern. (TvA)